17. Jahrhundert Wie aus den Totenlisten festgestellt werden kann, kamen Söldner aus unserem Land in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts an drei Kriegsschauplätzen zum Einsatz, in Ungarn, den Niederlanden (Flandern) und in Italien. Ungarn Nach der ersten Belagerung Wiens im Jahre 1529 wurden die Türken durch anderthalb Jahrhunderte Herren fast ganz Ungarns. Österreich musste sich darauf beschränken, im Westen Verteidigungsstellen zu hal- ten. Es sei erwähnt, dass Fürst Maximilian von Liechtenstein 1643 als Feldmarschall und Kommandant der Grenfestung Raab gestorben ist. Die Schlacht von St. Gotthard an der Raab brachte zwar 1664 eine gewisse Entlastung, änderte aber an der Gesamtla- ge nichts. Die Niederlage der Türken bei der erfolglosen Belagerung von Wien im Jahre 1683 leitete die einmaligen Erfolge Österreichs ein. In den Schlachten von Salankamen (1691) und dem Siege des Prinzen Eugen bei Zenta (1698) wurde ganz Ungarn freigekämpß, das 1699 im Frieden von Karlowitz an Österreich fiel. Eine Auskunft von Herrn Dr. Winter vom Österreichischen Kriegsar- chiv in Wien besagt, dass überall im Reiche Soldaten zum Kampfe gegen die Türken geworben wurden und erst 1691 ein Schweizer Regiment Bür- kli, dem späteren Feldmarschall, aufgestellt wurde. Unsere Landsleute haben sich also direkt für Österreich anwerben lassen. Niederlande (Flandern) König Ludwig XIV. von Frankreich hatte 28000 Schweizer in sei- nem Diensten, 1696 allein aus Graubünden 4800 Mann, und zwar ein Regiment v. Salis, sechs Kompanien Greder, Stuppa und Dies- bach sowie eine Schweizer Garde und Freikorps. In den Militärverträgen war ausbedungen, dass diese Truppen nicht zu Angriffskriegen im Auslande verwendet werden dürfen, und als er sie zu Eroberungskriegen einsetzte, brach insbesondere in 15
        

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