HISTORISCHER VEREIN FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN 1995 - Dr. phil. Peter Geiger (Schaan) «Liechtenstein in den Dreissigerjahren und im Zweiten Weltkrieg». Zeitgeschichtliches Projekt, gegenwärtiger Stand, Perspektiven. Insgesamt wurde die liechtensteinische Geschichts- forschung dank der Tagungserträge bereichert. Stichworte dazu sind: Erweiterung der Quellen- kenntnis, Schaffung wertvoller Hilfsmittel zur Kenntnis liechtensteinischer Bestände, kritische Bestandesaufnahmen, Einführung neuer methodi- scher Ansätze und nicht zuletzt das Wecken der Neugierde auf die Erträge laufender Projekte. Ins- gesamt konnte die Tagung eine, wenn auch sicher- lich unvollständige (es fehlte etwa eine kritische Begutachtung der kirchengeschichtlichen For- schung in Liechtenstein) Bestandesaufnahme histo- riographischer Forschung im Fürstentum Liech- tenstein gemacht werden. Eine solche fehlte bisher, so dass ein vorhandenes Defizit behoben werden konnte. Die erfolgreiche Tagung und das Interesse der Teilnehmer und Teilnehmerinnen ermunterte, von Zeit zu Zeit eine solche Liechtensteinische Histori- sche Tagung, sei es über allgemeine Aspekte oder über besondere Fragen der Geschichte des Für- stentums Liechtenstein, durchzuführen und sich Rechenschaft über den jeweiligen Stand der For- schung zu geben. Das positive Echo ausserdem, das die informativen Referate hervorgerufen ha- ben, verlangten schliesslich danach, die Beiträge in gedruckter Form greifbar zu machen. Der renom- mierte CHRONOS Verlag in Zürich, der im Bereich der Geschichtswissenschaften in verlegerischer Hinsicht eine zentrale Stellung einnimmt, hat sich verdankenswerterweise bereit erklärt, die Druckle- gung und den Verlag der Referate der Tagung zu übernehmen und unter den Titel: rlistoriographie im Fürstentum Liechtenstein. Grundlagen und Stand der Forschung im Überblick, in sein Verlags- programm aufzunehmen (geplantes Erscheinungs- datum: März 1996). Für diese freundliche Bereit- schaft und die speditive Zusammenarbeit möchte ich namentlich Herrn Hans-Rudolf Wiedmer vom CHRONOS Verlag danken. 
SEMINAR: LIECHTENSTEIN IM MITTELALTER Seminar an der Universität Zürich; Leitung: Prof. Dr. Roger Sablonier Nachdem die Arbeitsgruppe «Liechtenstein im Mit- telalter» am Historischen Institut der Universität Zürich (Leitung: Prof. Dr. Roger Sablonier) ihre Tätigkeiten schon im Februar 1994 aufgenommen und in den folgenden Monaten durchgeführt hatte, wurde das Seminar in der Zeit vom Montag, 27. März 1995, bis Freitag, 31. März 1995, im Bil- dungshaus Gutenberg (Balzers) mit einer Intensiv- woche abgeschlossen. Die Seminarsitzungen fanden jeweils am Vor- mittag von 9.00 bis 12.00 Uhr statt. Im Zentrum der Diskussionen standen Fragestellungen hin- sichtlich Rhein, Rodwesen (Transport), Dorfverfas- sung, Landammänner, Pfarreigeschichte, Ritter- tum, Wald- und Holznutzung, Weidewirtschaft und Wirtschaftsform der Walser am Triesenberg. An den Sitzungen nahmen auf entsprechende Einla- dung hin verschiedene Historiker und Historikerin- nen Liechtensteins und aus der Region teil, darun- ter regelmässig (auch an den späteren Salzburger und Innsbrucker Seminaren) Dr. Alois Ospelt, Vor- sitzender des Historischen Vereins für das Fürsten- tum Liechtenstein. An einer Sitzung nahm eine obere Klasse des Liechtensteinischen Gymnasiums (Klassenlehrer lic. phil. Roland Hilti) teil. Eine be- sondere Bereicherung der Seminarsitzungen war die aktive Teilnahme von Herrn Prof. Dr. Heinz Dopsch (Universität Salzburg). An den Nachmitta- gen wurden unter der Führung ausgewiesener Sachkenner historisch-landeskundliche Exkursio- nen in Liechtenstein und Nachbarschaft durchge- führt. In einer abendlichen Vortragsreihe (Montag bis Freitag) wurden die im Verlaufe des Seminars erar- beiteten Forschungserträge in Form von Kurzrefe- raten öffentlich vorgestellt. Zwei Vortragsabende fanden im Bildungshaus Gutenberg im Oberland (Grafschaft Vaduz) statt, zwei Abende in der alten Herrschaft Schellenberg (Volksschule Gamprin). Die Liechtensteinischen Zeitungen (Liechtensteiner Woche, Liechtensteiner Vaterland, Liechtensteiner 315
        

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