ZUR BAUGESCHICHTE DES HOTELS LÖWEN - EINER JAHRHUNDERTEALTEN TAVERNE / PETER ALBERTIN Abb. 6: Historische Süd- ostansicht des Gasthauses mit dem 1881 erstellten Laubenanbau land über die Bündner Pässe nach Oberitalien und zurück - selbst Wolfgang von Goethe soll bei sei- ner Rückreise aus Italien hier abgestiegen sein, da- her die Bezeichnung «Goethe-Stube» für die hin- tere Gaststube. Allerdings fehlt uns ein Nachweis für den spätmittelalterlichen Tavernenbetrieb. Im Brandisischen Urbar von 1507 sind für Vaduz zwei Tavernen verzeichnet, aber noch nicht namentlich genannt.10 Dabei handelte es sich bei der einen zweifelsfrei um die herrschaftliche Taverne und Zolleinnehmerei zum Adler,11 seit 1972 Liechten- steinisches Landesmuseum.12 Bei der anderen mag es sich mutmasslich um den Löwen gehandelt ha- ben; wobei auch der Engel seit dem 18. Jahrhun- dert aktenkundig ist und bei beiden der Beginn des Tavernenbetriebes noch unbekannt bleibt. Der im 14. Jahrhundert über zwei Geschosse hoch in hell verputztem Mauerwerk erbaute Löwen hob sich gegenüber den umliegenden Bau-6) 
Zur Bedeutung des Weinbaus in Vaduz siehe Ospelt, Alois: Die Geschichte des Weinbaus in Vaduz. In: Vaduzer Wein. 100 Jahre Winzergenossenschaft. Vaduz. 1996. Zu Vaduzer Winzerhäusern und Torkelbauten siehe Frommelt, Hansjörg: Winzerhäuser und Torkelbauten in Vaduz. In: Vaduzer Wein. 100 Jahre Winzergenos- senschaft. Vaduz, 1996. 7) Zum «Roten Haus» siehe Rheinberger, Rudolf: Das Rote Haus und der Weinbau in Vaduz. In: Vaduzer Wein. 100 Jahre Winzergenos- senschaft. Vaduz, 1996. 8) Zu den Wohnhäusern im Städtli liegen noch keine baugeschicht- lichen Untersuchungen vor. 9) Pattyn, Michael: Das Schädlerhaus in Vaduz - ein Stück liechten- steinische Zeitgeschichte. In: Terra plana. Vierteljahreszeitschrift für Kultur, Geschichte, Tourismus und Wirtschaft. Hrsg. Terra plana, Mels. Mels, 1994, Nr. 2. 101 Büchel, Johann Baptist: Zwei Urbarien der alten Grafschaft Vaduz. In: JBL, Band 6 (1906), S. 57. 11) Malin, Georg: Liechtensteinisches Urkundenbuch. 1. Teil. In: JBL, Band 67 (1967), S. 346 und 353. 12) Zum Gebäude: Unser baugeschichtliches Gutachen beim Landes- bauamt und im LLA; frühestes Baudatum 1438 d zur Stubendecke. 209
        

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