— 10 — außerordentliche, natürliche Wehrhaftigkeit des Ortes und von diesem Gesichtspunkt beurteilt, war schwer etwas Besseres zu finden in der Gegend. Der Burgplatz liegt auf einer Felsenrippe, der ersten soge- nannten „Eck" südlich der Rappensteinrüfe, Die Eck setzt an den senkrechten Abbruchwänden der Trias unter Profatscheng an und führt nicht wie andere bis in den mächtigen Schuttkegel des Tal- hangs, sondern bricht jäh in einer Flyschwand gegen das Tal ab bei einer Höhe von etwa 800 m ü, M. Die Nordflanke bildet das tiefe Tobel der Rappensteinrüfe mit einer Eintiefung von z, T. über 100 m. Im Süden ist ein altes, verwachsenes Tobel, das ebenfalls auf die oben genannte Flyschwand ausläuft. Diese beiden Tobelzllge vermochten die zwischenliegende Felsrippe fast senkrecht abzutiefen und ließen sie nur in einer Breite von etwa 20 m stehen. Das war der natürliche Horst, der nur von Norden und Süden über die ge- nannten Tobel schwer zugänglich und an sich selbst wieder rings von einer mehr oder weniger hohen Felskante umzogen war. Das Felsmaterial ist eine dem Flysch aufgelagerte junge Hang- schuttbreccie' (versinterter, alter Rüfeschotter, nicht Mergel und nicht eigentliche Nagelfluh), die auch den Geologen interessiert. Die innere Struktur des Gesteins hat Borteil und Nachteil, was sich gerade in unserem Fall sehr deutlich zeigen sollte. Das nicht ganz dichtgekittete Bestandsmaterial war leichter zu bearbeiten als der dichte Stein, ließ sich beHauen wie Tuff und war doch widerstands- fähig genüg. So spitzte man die großen Wehrgraben heraus und richtete mit Tuff und festem Stein auch Ecksteine davon her, die der ' Verwitterung bis heute standgehalten. Der Nachteil aber war, daß das lockere Eesüge doch leichter zerfiel und abwitterte, besonders in den unteren Partien der einzelnen Schichtlagen, die nicht mehr so gut versintert werden konnten. Die Entstehungsart des Steinkon- glomerates (natürlicher Beton) ist an den Abbruchstellen jedem ein- leuchtend sichtbar. Die einzelnen Anschiebungen (Rüfegänge) sind noch deutlich erkennbar und brachten, wie noch heute, bald feineres, bald gröberes Geschiebe. Das stark kalkige Wasser lieferte mit der ' Postglazial, glaziales Geröll ist mit eingeschlossen.
        

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