— 8 — den Kulm in die Alpen führte, sowie die Reichsstraße nach Chur. Ihre Erbauung ist, der Bauart nach zu schließen, in die romanische Zeit, ins 10. oder 11. Jahrhundert zu setzen; ihr Untergang muß schon im 13. Jahrhundert erfolgt sein, indem sie mit einem großen Teil ihrer Nagelfluhunterlage in die Tiefe stürzte. Nur einen Besitzer dieser Burg kennen wir urkundlich, Ulrich von Schalun, der im Jahre 1237 Zeuge war, da Walter von Vaz Güter dem Kloster Chur- walden vergabte. Die von Schalun standen im Lehensver- hältnis zum Hochstift Chur und noch um 1290 entrichtete eine Frau von Schalun dorthin einen Lehenzins." Eingehender beschäftigt sich Büchel mit der Burg in seiner Arbeit! „Geschichtliches über die Burgen unseres Landes" (Jahrb. des Historischen Vereins, XIX, S. 90 ff.). Neues wird dabei nicht festgelegt, außer daß der „Schaluner Weinberg" in Triefen genannt wird. Dr. A. Ulmer übernimmt diese Ausführung Büchels in seinem Buche: „Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechtensteins". Er fügt darin eine geschichtlich kaum wertbare, sagenhafte Erzählung an. Wie weit die Darstellung Büchels zu erweitern und richtigzu- stellen ist, mag sich aus der folgenden Ausführung selbst ergeben. Die Emser Chronik, die sonst gern erzählt, was sie weiß, er- wähnt zwar die Ruine, hat jedoch keinen geschichtlichen Vermerk (S. 72). Als Literaturhinweis sei erwähnt: „Eutenberg-Schalun", Erzählung von H. Rheinberger. ferner der kleine Aufsatz in „Schiestl, Die Briefmarken für Liechtenstein". Die Gestaltung der Briefmarke mit dem Bild der Ruine gab mir Anlaß, die ganze Anlage einmal genauer anzusehen und trug nicht zuletzt dazu bei, der Bodenunter- suchung näherzutreten. Über die B e s i tz v e r h ä l t n i s s e der Ruine mag Folgendes aufklären. Das Waldgebiet mit der Parzelle der Ruine ging bei der Ausscheidung der Eemeindeeigentümlichkeiten von Vaduz aus dem Eemeindeverband Schaan in das Eemeindeeigentum von Vaduz über. Das Grundbuch führt die Parzelle „Ruine Schalun" eigens: V. V. 1. Fol. 408, Ruine Schalun, Kat. Nr. 17s VIII mit 50 Kl. V. V. 1, Fol. 408, Wald Kat. Nr. 17d VIII mit 248 Kl.
        

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