Herausgeber:
Sonstige universitäre Einrichtungen
Erscheinungsjahr:
2007
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000274424_48/93/
Höhere Töchterschule 1946 bis 1973 91 
  
V «EINE GUT GEFÜHRTE TÖCHTERNSCHULE 
KANN SICH FÜR DAS LAND NUR SEGENS- 
REICH AUSWIRKEN» 1946 BIS 1973 
1 Die rasante Entwicklung der Hóheren Tóchterschule 
«Der Landesschulrat ist grundsátzlich mit der Ueberführung 
des Gymnasiums in eine hóhere Tóchterschule [...] einver- 
standen [...].»?7? 
Mit der Schliessung des Mädchengymnasiums und der Erôffnung einer 
Höheren Töchterschule im Frühling 1946 begann eine Ära des Erfolgs 
am Institut St. Elisabeth. Die vergangenen Jahre hatten den Schwestern 
gezeigt, dass ein Gymnasium für Mädchen zum momentanen Zeitpunkt 
in Liechtenstein keine Entwicklungschancen besass und sie selbst von den 
geringen Schülerinnenzahlen nicht leben konnten. Mit dem Modell einer 
Höheren Töchterschule, das nicht mehr eine Heranbildung der Mädchen 
zu Akademikerinnen, sondern die Vermittlung «ehrlicher Grundwerte» 
heranzog, sollte dies anders werden. 
«Der weit überwiegende Mittelstand verlangte für seine 
Töchter gründliche Allgemeinbildung, kaufmännische Er- 
tüchtigung für das Geschäft und dazu umfassende hauswirt- 
schaftliche Kenntnisse. Die künftigen Frauen Liechtensteins 
sollten den wirtschaftlichen Umschwung vom Ackerbau zur 
Industrie und die damit verbundene gesellschaftliche Um- 
schichtung ohne Schaden vollziehen. Sie sollten tüchtige 
Geschäftsfrauen werden und sich im Haushalt ebenso da- 
heim fühlen wie im Büro. Diese Erwägung, die aus den Er- 
fahrungen der Vergangenheit die Zukunft plante, liess den 
Lehrplan der Hóheren Tochterschule St. Elisabeth rei- 
fen»? 
Dass die Zeiten sich geändert hatten, zeigte sich auch am Wohlwollen, 
das der Landesschulrat dem Projekt Höhere Töchterschule entgegen- 
m LLA, RF 237/021, Landesschulrat an St. Elisabeth-Institut, 8. Februar 1946. 
Spieler, Wenn das Weizenkorn stirbt, 292. 
 
        

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