Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
45
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_45/10/
10werden, 
wäre etwa zu prüfen ob solche Einrichtungen über den ganzen Rheindamm verstreut oder besser an einigen besonders geeigneten Orten (geeignet bezüglich Natur- schutzaspekten, Harmonie des Landschaftsbil- des, besonders gute Erreichbarkeit, Besucher- frequenz etc.) konzentriert aufgestellt werden sollen. «…kein Auto, keine Chaussée und niemand in unsrer Näh…» Zusätzlich zu seinen Funktionen als Biotop und Erholungsort besitzt der Rheindamm wie bereits angesprochen auch die Funktion eines Verkehrsweges. Fahrer von Motorfahrzeugen nutzen die nicht mit Fahrverbot belegten Strecken des Dammes quasi als Umfahrungs- strasse für überlastete Bereiche des Liechten- steinischen Strassennetzes (hauptsächlich im Ballungsraum Schaan-Vaduz-Triesen). «Im Sommer 1996 zählten Verkehrserhebungen auf dem Rheindamm nördlich der alten Rhein- brücke Vaduz für die Spitzenzeiten (7 – 9h, 11 – 13h und 16 – 18h) insgesamt 1319 Fahr- zeuge.» Der Rheindamm wird aber vor allem im Sommer und an schönen Tagen auch von einer Vielzahl von Radfahrern benutzt. Durch die vielseitige Nutzung des Rheindam- mes als Lebensraum, zu Erholung und Sport, sowie als Verkehrsweg entstehen die folgenden Konfliktbereiche: ■Verkehr und Erholung ■Verkehr und Ökologie ■Erholung und Ökologie 1. Konfliktbereich Verkehr und Erholung Aus der Umfrage geht hervor, dass genau so viele Personen beim Stichwort «Rheindamm»an 
Verkehr denken, wie an Natur. Bei der Befragung erwähnten drei Viertel der Personen, dass sie sich durch den Verkehr gestört fühlen, 70% weichen dem Verkehr aus und benützen die verkehrsfreien Abschnitte. Aber auch die Erholungssuchenden selbst tragen zum Verkehr im Gebiet des Rheindammes bei: 27% von ihnen erreichen ihn mit dem Auto. «Durch die Zerstückelung der autofreien Strecken wird der Liechtensteinische Rheindamm besonders für Langstrecken-Aktivitäten wie das Velofahren und das Rollerbladen unattraktiv. Nicht unver- ständlich daher die Tatsache, dass diese Akti- vitäten vermehrt auf den Schweizer Damm ver- legt werden.» 2. Konfliktbereich Verkehr und Ökologie Durch die hohen Geschwindigkeiten, den Lärm und die Erschütterung des Bodens, sowie durch die ausgestossenen Schadstoffe führt das Befahren des  Rheindamms mit Motorfahrzeu- gen zu verschiedenen Störungen der natürli- chen Umgebung. Tiere werden überfahren oder verlassen den Lebensraum Rheindamm, da sie zu oft Stresssituationen ausgesetzt sind. Schadstoffe wie Schwermetalle (vor allem Blei, Cadmium und Zink) und giftige Gase (Stickoxi- de, Kohlenmonoxid etc.) reichern sich in den Böden an und wirken dann negativ auf Boden, Pflanzen und Kleintiere. Konkrete Messungen dieser Belastungen wurden am Rheindamm noch keine gemacht. Es gibt zwar Untersu- chungen aus dem Kanton Solothurn, jedoch unterscheiden sich die dort untersuchten Flächen in einem oder mehreren Parametern (täglicher Durchschnittsverkehr, erhöhte Lage des Rheindammes im Verhältnis zu den angren- zenden Vegetationsflächen etc.) zum Teil recht deutlich von den Verhältnissen am Rheindamm, so dass die Resultate der schweizerischen Untersuchungen nur tendenziell übernommen werden können. Um an den befahrenen Abschnitten des Rheindammes hinsichtlich der tatsächlichen Schadstoffbelastungen Klarheit zu erhalten, müssten an Ort und Stelle Messungen durchgeführt werden. 3. Konfliktbereich Erholung und Ökologie Christian Heeb kommt zu dem Schluss, «dass das Verhalten nicht aller Erholungssuchenden als umweltverträglich bezeichnet werden kann. Fast überall auf dem Rheindamm ist Abfall zu finden, manchmal unauffälliger, wie Zigaretten- filter, manchmal weithin sichtbarer, wie leere PET-Flaschen oder Alu-Büchsen.» Die Erholungssuchenden könnten mittels eines Naturlehrpfades auf die Besonderheiten 
des Untersuchung
        

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