Vergleich Dachstiftung segmentierte Stiftung segmentierten Verbandspersonen. Diese traten mit der Verabschiedung des Gesetzes als Art 234 - 234 h des liechtensteinischen Personen- und Gesellschaftsrechtes per 1. Januar 2015 in Kraft." In der Grundkonzeption ist die segmentierten Stiftung eine Dachstiftung, jedoch besitzt sie ein weite- res wesentliches Merkmal. Die Segmentierung der Stiftung, auf die an spáterer Stelle noch genauer eingegangen wird, führt zu einer Haftungsseparierung auf bestimmte Vermógensmassen innerhalb der segmentierten Stiftung. Ziel der Arbeit 1st es, festzustellen, ob die segmentierte Stiftung eine. vorteilhafte Alternative zur Dachstiftung 1n der Schweiz darstellt. Dazu gilt es, die verschiedenen Aspekte dieser Sonderformen von Stiftungen zu vergleichen. In einem ersten Schritt sollen daher die Modelle der Dachstiftung so- wie der segmentierten Verbandsperson 1m Allgemeinen erlàutert werden. Anschliessend wird nach einem kurzen Rückblick auf die historische Entwicklung des Stiftungsstandortes Liechtenstein auf die Hintergründe und Motive zur Einführung der segmentierten Verbandsperson in das liechtensteinische Personen- und Gesellschaftsrecht eingegangen, um schliesslich die spezifischen rechtlichen Aspekte bezüglich der Entstehung, des Zweckes und Vermógens, der Organisation, der Beaufsichtigung, der Behandlung allfálliger Gláubigeransprüche und der Beendigung der beiden Ausgestaltungskonzepte der segmentierten Stiftung in Liechtenstein und der Dachstiftung in der Schweiz vergleichend gegen- überzustellen. Nach einem Zwischenfazit folgt als Exkurs eine Zusammenfassung eines Gespráches mit einem Stiftungsratsmitglied einer segmentierten Stiftung. Die Arbeit endet folglich. mit. einer Schlussbetrachtung und einem Ausblick. 2. Allgemeine Erläuterungen 2.1. Das Modell der Dachstiftung Wie bereits erwähnt ist die Dachstiftung keine eigene Gesellschaftsform sondern ein Gestaltungskon- zept der Stiftung im klassischen Sinne. In der Schweiz befinden sich die entsprechenden Artikel zur Stiftung in den Artikeln 80 bis 89 a des Zivilgesetzbuches. Im liechtensteinischen Recht sind die Best- immungen zur Stiftung im Artikel 552 in 41 Paragraphen im Personen- und Gesellschaftsrecht kodifi- ziert. Der Begriff Stiftung ist jedoch in keiner der beiden Rechtsvorschriften definiert. So führt das schweizerische Gesetz lediglich aus: „Zur Errichtung einer Stiftung bedarf es der Widmung eines Vermögens für einen besonderen Zweck." " Die Umschreibung des Stiftungsbegriffes im 1? PGR LGBI 1926/4 Art 234 - Art 234 h. !! Schweizerisches Zivilgesetzbuch vom 10. Dezember 1907 Art 80.