DIE LIECHTENSTEINISCHE GMBH HOCHSCHULE LIECHTENSTEIN Verantwortlichkeit (Art. 218 ff, PGR) unbeschränkt und solidarisch (Art. 402 Abs. 3 PGR). 2.3 Die Rechtsstellung des Gesellschafters 2.3.1Die aligemeine Charakterisierung der Mitgliedschaft Bei der Ausgestaltung der Mitgliedschaft liegt der grósste Unterschied zwischen der AG und der GmbH. Im Aktienrecht gilt bekanntlich das Prin- zip, dass dem Aktionár keinerlei Pflichten obliegen ausser der, seine Aktien zu liberieren(Art. 317 Abs. 1 PGR). Bei der GmbH ist dies anders. Von Gesetzes wegen besteht beispielsweise die Verpflichtung zur Ge- schäftsführung (Art. 397 Abs. 1 PGR)*. 2.3.2Die Pflichten des Gesellschafters Wie der Aktionár, ist auch der Gesellschafter einer GmbH zur Liberierung seines Grundkapitalanteils verpflichtet, also zur Einlage des von ihm über- nommenen Anteils am Stammkapital. Der Umfang der Liberierung betrágt mindestens 20 96 (Art. 391 Abs. 5 PGR). Das Mindestkapital muss jedoch stets voll einbezahlt werden (Art. 122 Abs. 2 PGR). Die Gesellschafter einer GmbH sind zu weiteren Leistungen als zur Stammeinlage verpflichtet, sofern dies in den Statuten oder in einem von den Statuten vorgesehenen und ihnen beigelegten Reglement genau an- gegeben wird (Art. 392 Abs. 1 PGR). 47 Gemáss Auskunft des GBOERA; vgl. hierzu auch oben Kapitel 2.2. 48 Vgl. MErER-Havoz/FoRSTMOSER, 497 f. zum schweizerischen Recht. 26