Verbesserte grenzüberschreitende Koordination raumrelevanter Anlagen Joseph Sauter und Beat Aliesch 1. Projektumfeld Im Zusammenhang mit einem von den Kantonen Graubünden und St. Gallen, dem Fürstentum Liechtenstein und dem Bundesland Vorarlberg durchgeführten Interreg IIIA-Projekt «Erholung und Freizeit im Al - pen rheintal» sind Fragen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auf dem Gebiete der Raumplanung bearbeitet worden (Vgl. S. 51). Dabei wurde die Koordination raumrelevanter Ent scheide bei regionalen und überregionalen Anlagen und Ein rich tungen mit grossen Aus wir kungen auf Raum und Umwelt als Teilaspekt besonders thematisiert. Bei An la - gen dieser Art handelt es sich beispielsweise um: – Freizeit- und Einkaufszentren, v.a. ausserhalb der Zentren – Sportstadien (auch in Kombination mit Kommerznutzungen) – Golfanlagen – Bootshäfen – Flugfelder für Sportflugzeuge Anlass für eine Auseinandersetzung mit diesem Thema war das Ergebnis der Analyse regionaler und überregionaler Anlagen. Sie besagt u.a., dass – das Alpenrheintal über eine grosse Vielfalt an Freizeit- und Erho - lungs anlagen verfügt. Nur sind diese ausserhalb des Lokalbereichs we- nig bekannt. Es besteht ein Informationsdefizit. – grenzüberschreitende Nutzungen nur bei bedeutenden Anlagen im Kul turbereich und vereinzelt bei Hallenbädern stattfinden. Bereits mit Informationen und verstärkter Zusammenarbeit könnten Syner gien ak- tiviert und genutzt werden. – Freizeit- und Einkaufszentren, Golfanlagen und andere Einrich tun gen, die erhebliche Auswirkungen auf die Raumentwicklung beidseits der Grenzen haben, nicht koordiniert werden. Oft stehen sie im Kon flikt mit 81