pürde. Die Vaterlandsliebe ber Assemblee wird bei den Per- Wchtüngen die ihr zu vollenden bleiben, nicht unterliegen. Sie wird dem Lande das geben, was sie ihm schuldig ist und waS eS.von. ihr erwartet. Im Namen der höchsten Interessen be- schwöre ich dieselbe ihr Werk zu vervollständigen, ohne Aufschub über Fragen zu deleberiren, die nicht länger in der Schwebe bleiben können. Die -Ruhe Her Geister erfordert eS. Aber mit derselben Verantwortlichkeit mögen die Assemblee und die Re 172 gierung zusammen die ihnen auferlegten Pflichten, erfüllen. Es! gibt keine dringlichere als diejenige, die darin besteht, dem Landes durch definirte Institutionen Frieden, Sicheret und Beruhigung,z deren es bed^J M'WWO IIS#! ^MtWe meine Minister/ ohne Aufschub der Kommission der konstitutionellen Gesetze die Punkte mitzutheilen, bei welchenzu beharren ich für wesentlich Haltet" Wie man diesem steht versteht eS Mac Mahon mit der Kammer umzugehen. Er bricht deutsch und entschloffen! und findet. Beifall und wahrscheinlich auch Gehorsam. Gr hat! *6 verhindert, daß däS' linke Zentrum sich an dem allgemeines Ausstand gegen daS Ministerium betheiligte, weil er dasselbe be-z halten wollte. Jetzt betont er aufs Neue seinen unerschütter-! NMn WMM, an der Gewalt bleiben zu woltN, Md die Roth- wendigkeit, daS Septennat zu organisiren An eine Auflösung der Kammer ist vorderhand nicht zu glauben ; die Dringlichkeit für den Antrag Raoul DuvalS, der .Mf den Oftober Heuwahlen verlangte, wurde verworfen. Wenn ßauch die Kammer unfähig ist, selbst eine Verfassung zumachen, | so dütfte sie zuletzt doch noch Kraft genug besitzen, sich eine ^solche von Mae Mahyn aufoktroyiren zu lassen. Ueber ein Attentat, »velcheS auf den Fürsten Bismarck in i Kissingen auSgeübh. worden ist, lesen wir soeben folgende Te- ^legrainrne der A. Ä. Zeitung. Kissingen, 13. Juli. (Privatdepesche der „Allg. Ztg ") ^Alts detl Fürsten Bismarck ist ^ein Pistolenschuß abgefeuert wor- i den, der ihnM der Hand leicht verletzte. Kissingen, 13. Juli, 2 Uhr. Fürst Bismarck ist so eben aus einer Fahrt nach den Salinen durch einen Schuß an -Hand4>«r -Llkentöter,-«in Bauernjunge, wurde sofort verhaftet und beinahe gelyncht. ES herrscht furchtbare Aufregung. Kl WUgü.in;r* b3 Äli s fi- Uhr 53.0.i Minuten Vachmit- tagS. Fürst BiSmark ist so eben in Begleitung deS Grafen d lMd ^Ae^N^7gefÄhM hM 'sich dem^ü- ' hlikum /gezeigt. Die Verletzung des Fürsten am -Vorderarm < ist eine unbedeutende. Der Attentäter soll gestanden haben ;auS M^deburg zu sein. -Kissingen, 13..<Juli. (Privatdepescheder,,Allg.Ztg.)" l Um 1% Uhr wurde von einem, wie eS scheint, der arbeiten- l den Classe angehörenden Individuum ein Schuß auf den eben zum Bade fahkikden ^Fürsten 'Bismarck äbtzeftuert. Die Ver- Z letzung besteht-in einer leichten Quetschung ^eS rechten Hand- \ gelenkeS. Der Fürst zeigte !sich auf. seinem Batkon, versicherte ! die Sache habe keine.Bedeutung und fuhr um 2% Uhr zuck Bade Kissingen, 13 Juli. (Privatdepesche der Allg. Ztg.") LMe. Mtgg m. I Jk, gmd^ bei der Abfahrt des Reichs- kanzlerS Fürsten Bismarck nach dem Salinenbad, wurde nach demselben geschossen. Der Fürst wurde durch einen leichten; Streifschuß dej», r^chhen ^H^Maliien.phne,gefährliche Fol- ^aen verletzt. Der Thäter ward sofort ergriffen und wfet gro- jfth Auflauf und unter dem WWgeschrei deS erregten VölkeS ^inS Gefängniß geführt. Derselbe ist ein Arbeiter aus Neu- stadt bei Magdeburg. Nach Anlegung eines Verbandes begab sich der Fürst zu dem Thäter ins Bezirksamt und wurde bei MstrMM vön'M aufallenMWen MMHenMenge Wt Jubel begrüßt. Kissingen,.1Z. Ipli. Daö Attentat..aus den Fürsten' Bismarck ist nach feststshenden Ermittlungen durch den BöA- .chergesellen Kullmann auS Magdeburg, Mitglied deS katholi 172 schen Gesellenvereins Salzwedel, verübt worden. Derselbe wurde mehrfach in verdächtigem Verkehr mit einem katholischen Priester gesehen. Spanien. In Spanien ^werden fieberhafte Anstrengungen gemacht, die Armee aüf einen Fuß zu bringen, der durch ^ie Ueberzahl der Kombattanten schon den Sieg ermöglicht DaS Geschick tüchtiger Führer reicht nicht auS. den / Bürgerkrieg ei- niH raschm We emgegenzuführen Zudem ' ist der KaÄpf durch den Tod ConchaS und die Niederlage bei Estetla in neue Phase getreten, .die gegenseitige Lage der kämpfenden Heere ist eine ähnliche/ wie vor der Einschließung von Bilhüo und den Kämpfen um diese Stadt, das Ende in unabsehbare Ferne gerückt. Die Karlisten sollen in Estella einen preußischen Offizier, Namens Hermann, füsilirt haben. Der Weinstock «nd der Wem. (ix.) Der Schnitt des Weinstocks und seine Erziehung. (Frei bearbeitet mit Verwerthung von Studien auS Mohr'S und BaboS Schriften.) Wenn aber in Folge eines schlechten Vorjahres keine Blü- thengefcheine zum Vorschein kommen, oder dmch Spätfröste zu Grunde gegangen sind, so fällt der Zweck, Trauben für-S lau- sende Jahr zu ziehen, ganz weg , und man kann den- andern Zweck, Reben fürs folgende Jahr zu ^erzeugen, allein-im Auge behalten. Wenn man dann die zum Tragen bestimmt geweseneRebe auch nicht abschneidet, so läßt man die auS den untersten Augen her- vorgehenden Ruthen nach der allgemeinen Regel unge-stört heran- wachsenalle andern Triebe werden eingekürzt' öden -ganz. auS- gebrochen. — Folgt nun ein guter Sommer, weicher wie Ru 172 then am traubenlosen Stocke kräftig herangebildet und vollends gut ausgereift hat, so dürfen wir im kammenden Jahre eine kleine Entschädigung von ihm verlangen. DüS Mittel haben wir kennen gelernt: w i r fchn e i den die Tragreben im nächsten Jahre um ein paar A u g e n l ä n g e r. ES kann dieS an denjenigen Stöcken be- sMderS imit Bortheil geschehen, welche ganz oder nahe bis auf die Wurzel zurückgegangen sind und nur wenige mästige >—oft fingerdicke — Ruthen ausgetrieben haben. In diesem Falle schneiden wir einen kurzen und einen langen Schenkel; letzterer läßt sich nicht gut als Bogenrebe ziehen, sollte aber wenn mög- iich aus seiner vertikalen Lage niedergedrückt und als Strecker behandelt werden, wie dies am Drathzuge leicht thunlich ist. Da die 3—4 unteren Augen bei diesen üppigen langgliedrjgen Trieben selten Blüthen und diese oft nur verkümmerte Früchte bringen, so wendet man dann alle Pflege und Sorgfalt auf die obern Ruttten, welche um so zuverlässiger schönere, u» grös 172 sere Trauben tragen werden, wenn Man^.durch.',Kegreijßen der unteren Triebe ihre Anzahl auf eine, der HrodüktionSfäWeit >deS Stockes entsprechende^ beschränkt. Am kurzen Schenkel werden die Zuchtruthen gepflanzt^ Die obern mit Blüthengescheinen behangenen When wer- -den nach der Regel 2 Blatt ob der letzten Traube zurück ge- kürzt (verbrochen). Bei dieser e r p r o b t e n Behandlungsart kann sich der Stock nicht „übertragen." Man layn aber mit großer Sicherheit.auf zahlreiche,kräftige Blüthen rechnen, also bei einem Künftigen Sommer auch auf eine eytsprechende Ernte, schneiden w!r rj aber M. splchM? UMN Frpst zurück gekürzten Stöcken wie; bei Mgen Stöcken HjoS. 2 kWe «Schenkel fln, so '