Verfassungsgericht beschränkt sich so auf seine spezifische Funk - tion als Hüter der Grundrechte und masst sich nicht die Kompe - tenz an, zu prüfen, ob die Entscheidung der Fachgerichte vom ein- fachen Recht her gesehen ‹richtig› sind.802Lässt sich die Rüge einer Verfassungsbeschwerde nicht auf ein spezifisches Grundrecht be- ziehen, so bleibt die Willkürkontrolle.803Bei einem solchen Prüf - pro gramm ist indes zu berücksichtigen, dass die Grenze zwischen Fachgerichtsbarkeit und Verfassungsgerichtsbarkeit nicht starr, sondern fliessend ist. Die verfassungsgerichtliche Kontrollkom pe - tenz steht deshalb immer unter dem Vorbehalt des besonderen Ein - zel falles.804In diesem Zusammenhang spielt auch die Intensität des Grund rechtseingriffs eine Rolle.805Aber auch die generelle Bedeu - tung der zu entscheidenden Streitfrage kann in diesem Zusammen - hang – nicht zuletzt im Blick auf die objektive Funktion der Verfas - sungs beschwerde806– eine Rolle spielen.807 V.Einstweiliger Rechtsschutz im Verfassungs be - schwerde verfahren/Vorsorgliche Massnahmen 1.Allgemeines Der Verfassungsbeschwerde als solcher kommt keine aufschiebende Wir kung zu.808Dies ist die Konsequenz des Umstands, dass die Ver fas - 181 Zusammenfassende Überlegungen 802So zutreffend BVerfGE 13, 318 (325); ähnlich der Staatsgerichtshof, siehe bereits die Nachweise oben sub 1. b). 803Auch das Bundesverfassungsgericht praktiziert im Übrigen eine Willkürkontrolle und spricht von schlechthin unhaltbaren und deshalb objektiv willkürlichen und eindeutig unangemessenen Entscheidungen; siehe etwa BVerfGE 58, 163 (167); 64, 389 (394); 80, 48 (52); vgl. hierzu auch Norman Weiss, Objektive Willkür. Zu einem Prüfkriterium im Verfahren der Urteilsverfassungsbeschwerde, 2000. 804Auf den Einzelfall abstellend bspw. StGH 1995/28 – Urteil vom 24. Oktober 1996, LES 1998, 6 (11). 805Siehe etwa StGH 1998/45 – Urteil vom 22. Februar 1999, LES 2000, 1 (5); StGH 1997/27 – Urteil vom 18. November 1997, LES 1999, 11 (15). 806Dazu oben, S. 56 ff.; siehe auch Herbert Wille, in: ders. (Hrsg.), Festgabe Staats ge - richts hof, S. 9 (59 f.). 807Siehe auch StGH 1987/18 – Urteil vom 2. Mai 1988, LES 1988, 131 (133). 808Siehe z.B. StGH 1994/13 – Urteil vom 22. Juni 1995, LES 1995, 118 (120); ferner StGH 1995/21 – Urteil vom 23. Mai 1996, LES 1997, 18 (19); StGH 1995/8 – Urteil vom 24. April 1997, LES 1997, 197 (200): «Der Präsident des StGH gewährte …die von dem Beschwerdeführer beantragte aufschiebende Wirkung der …Beschwerde».