2. Rechtliche Grundlagen 2.1 Grundlagen im Fürstentum Liechtenstein Grundsätzlich ist die gesetzliche Grundlage für die Sitzverlegung einer Ver- bandsperson im dritten Titel des Personen- und Gesellschaftsrechtes unter den allgemeinen Vorschriften über die Verbandspersonen zu finden. Darin heisst es, dass die Unterstellung einer inländischen Verbandsperson unter ausländisches Recht und damit die Sitzverlegung ins Ausland ohne Auflösung nur mit Bewilligung des Grundbuch- und Öffentlichkeitsregister- amtes zulässig ist. In Art. 234 Abs. 2 PGR sind die Voraussetzungen für die Erteilung der vorerwihnten Bewilligung aufgezählt. Diese lauten wie folet: l. 2. die Verbandsperson muss nach dem ausländischen Recht fortbestehen; das zuständige Organ der Verbandsperson hat über die Sitzverlegung ins Ausland einen Beschluss zu fassen; die Verbandsperson hat unter Hinweis auf die bevorstehende Ánde- rung des Gesellschaftsstatuts ihre Gläubiger öffentlich zur Anmeldung bestehender Forderungen aufzufordern; es ist glaubhaft zu machen, dass die Forderungen aller Gläubiger, die einen Anspruch auf Sicherstellung ihrer Forderungen haben und diesen geltend machen, angemessen sichergestellt wurden, soweit die Gläubi- ger nicht Befriedigung verlangen können. Das Recht auf Sicherstel- lung steht den Gläubigern nur zu, wenn: a) die Forderungen vor oder einen Werktag nach der Aufforderung nach Ziffer 3 entstanden sind; b) sie glaubhaft machen, dass die Erfüllung ihrer Forderungen durch die Sitzverlegung ins Ausland gefihrdet wird; und c) sie ihren Anspruch nach Grund und Hóhe innerhalb von zwei Monaten nach dem Tag der Aufforderung schriftlich anmelden. 4 vgl. Art. 234 PGR