aufgehört hat, Weichkraut und Silbermantel. Bei der Johannishütte die ersten Laubbäume – hoch steigen sie hier.»11 «Sind unsere Sinne schon derart durch die Medien und die techni- sche Lebenswelt überreizt, ist unser ästhetisches Empfinden schon so frustriert, dass wir vieles gar nicht mehr erwarten?» «Keine Begegnun - gen mit einem schönen Tier zwischen Betonklötzen oder an Autobahn - rän dern. – In den Ferien sind wir oft in der Lage, Tiere (und Blüten - pflan zen) wahrzunehmen, einfach weil wir offener dafür sind, was zu Hause nicht (oder nur kaum mehr) möglich ist.»12 Identität wächst in Beziehung, auch mit und in Natur und Land - schaft. In der Weite der Riedlandschaft nördlich von Ruggell, auf dem Wuhr weg am Rhein und auf Sandbänken und Kiesinseln, auf histori- schen Rundgängen am Schellenberg und im Talraum, auf Wanderwegen vor und hinter dem Kulm, am geografischen Mittelpunkt unseres Landes auf der Alpe Bargälla, ... Natur und Kulturlandschaften fördern Identifikation, Begegnun - gen mit dem Land und den Menschen. Mit zunehmendem Alter freue ich mich noch mehr über diesen Schatz und will mich weiter dafür ein- setzen, die Identität unserer Region und den natürlichen Reichtum so- wie die Vielfalt des Alpenbogens auch für unsere Kinder und die nach- folgenden Generationen zu erhalten. Über den Autor Josef Biedermann, geboren 1944, aufgewachsen in Vaduz, Matura 1964, 1964 bis 1970 Lehramts- und Biologie-Studium in Fribourg. Rektor und Lehrer am Liechtensteinischen Gymnasium, viele Jahre Mitwirkung im Vorstand der Botanisch-Zoologischen Gesellschaft Liechtenstein- Sargans-Werdenberg (BZG), der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz (LGU) und der Internationalen Alpenschutzkommission (CIPRA), Landtagsabgeordneter von 1974 bis 1993.21 Identität durch Natur und Landschaft 11Rheinberger, Hansjörg: Fraktale. In: Liechtensteiner Almanach 1989, s. Fussnote 9. 12Knecht, Daniel: Tier- und Naturschutz, s. Fussnote 10.