Empirische Analysen Abb. 52: Durchschnittlicher Sympathiestimmengewinn der Kandidatin­ nen der anderen Parteien von FL-WählerInnen q VU- und FBPL-Männcr von FL-Stimmzcitcin —o— VU- und FBPL-Frauen von FL-Siimmzcucln der anderen Parteien. In dieser Hinsicht schneiden die Wählerinnen der VU am schlechtesten ab. Insgesamt zeigt sich aber eine Aufwärtstendenz für die Frauen bei allen Parteien. Bei den ersten Wahlen mit Frauenbeteiligung wurden die Frauen noch doppelt bis über dreimal so häufig gestrichen wie die Männer. Dieser krasse Unterschied hat sich merklich abgebaut, wenn­ gleich noch keine Nivellierung erreicht ist. Die Wählerinnen der FL unterstützen wie gesehen die Frauen in den eigenen Reihen am stärksten, obwohl der erste Platz bisher am Schluss doch noch in beiden Wahlkrei­ sen immer von Männern belegt wurde. Nun zur zweiten Möglichkeit: Unterscheiden sich die Wählerinnen der FL von den Wählerinnen der anderen Parteien auch darin, dass sie vermehrt Frauen anstatt Männer der anderen Parteien unterstützen? Dazu müssen wir aus den Aggregatdaten herauslesen, wieviele Sympa­ thiestimmen auf den Stimmzetteln der FL im Mittel an Kandidatinnen bzw. Kandidaten anderer Parteien vergeben werden. Abbildung 52 zeigt, dass keine systematische Bevorzugung der Frauen bei der Verteilung von Sympathiestimmen der FL-Wählerlnnen zu erkennen ist. Je nach Wahl­ gang kommt es zu geringfügigen Unterschieden, die aber in die eine oder andere Richtung ausschlagen können. FL-Wählerlnnen unterstützen Kandidatinnen und Kandidaten der an­ deren Parteien ungefähr gleich stark. Eine spezielle Frauenbevorzugung 350