Empirische Analysen Tab. 107: Wechselwahlverhalten nach Wohnverhältnissen beiden Land­ tagswahlen 1997 im Vergleich zu den Landtagswahlen 1993b (in %) Wohnverhältnis Wahlverhalten Miete Eigentum Total stabil 81.8 91.1 89.0 volatil 18.2 8.9 11.0 Total 23.5 76.6 631 Cramcr's V = 0.12 (Gamma = - 0.39 **) / Filier: nur Wählerinnen, die 1993 und 1997 wählten und sich erinnerten; ohne Dienstwohnungen o.a. Tab. 108: Logistische Regression ausgewählter soziodemografischer Variablen auf das Wechselwahlverhalten (R und Pseudo-R2) Variable R Gcschlccht 0.05 n.s. Alter -0.09 * Berufliche Stellung 0.11 ** Wohnortmobilität 0.07 s Wohnverhältnisse -0.07 * Pseudo-R2 0.07 Pseudo-R2 (angepasst) 0.04 der hohe Anteil stabiler Wählerinnen in allen Segmenten trägt zusätzlich dazu bei, dass keine deutlichere statistische Aussage resultiert. Die Analyse des Einflusses soziodemografischer Variablen auf die Volatilität kann wie folgt zusammengefasst werden: - Die Stabilität des Wahlverhaltens nimmt mit dem Grad der gesell­ schaftlichen Integration, gemessen an Alter, Geschlecht, Wohnortmo­ bilität und Eigentumsverhältnissen, leicht zu. - Der Zusammenhang ist jedoch insgesamt schwach und wird von anderen «Integrations»-Variablen wie Kirchgangshäufigkeit, Zivil­ stand, Gewerkschaftsorganisation, ursprüngliche Staatsbürgerschaft, Gemeindebürgerrecht nicht bestätigt. - Auch die sozioökonomischen Variablen (Einkommen, berufliche Stellung, Bildungsniveau, Beschäftigungssituation) weisen kaum einen Zusammenhang mit der Stabilität des Wahlverhaltens auf. 314