Liechtensteins Finanzdienstleistungssektor Abbildung 26: Gründe für eine intensivere Konkurrenzsituation aus Sicht der Rechtsanwälte und Treuhänder, Nennungen in % (Mehrfach­ nennungen möglich) Zunahme ausl. Berufskollegen Zunahme grenz­ überschreitender DL Abwanderung von Kunden allg. verschlechterte Geschäftslage geringere Gewinnmargen andere t t (f c c 5 5 ,8>2 5 5 12,7 12,7 5 30,9 21,8 10 15 20 25 30 35 40 45 50 Diejenigen, die eine Zunahme der Konkurrenz feststellen konnten, nannten den Zuwachs ausländischer Berufskollegen124, die Zunahme des Angebots grenzüberschreitender Dienstleistungen125 sowie die Abwan­ derung von Kunden als die drei Hauptmerkmale hierfür (siehe Abbil­ dung 26). Andererseits wurden selber ca. 17 % der liechtensteinischen Treuhänder und Rechtsanwälte im EWR-Ausland tätig. Dies geschah in erster Linie durch das Angebot einer grenzüberschreitenden Dienstleis­ tung, aber auch durch die Initiierung von Partnerschaften oder die Gründung von Dependencen. Die weiteren Standortvorteile Liechtensteins werden von den Treuhändern und Rechtsanwälten kaum anders beurteilt als von den an- l2< Zwischen Januar 1997 und April 1999 wurde 13 Rechtsanwälten und drei Treuhändern aus dem EWR-Raum eine Bewilligung zur Ausübung des Berufes erteilt (Frommelt 1999, S. 5). 125 Die Erbringung grenzüberschreitender Dienstleistungen in Liechtenstein wird für EWR-Rechtsanwälte künftig vereinfacht, da die bisher abzulegende Eignungsprüfung in eine Meldepflicht umgewandelt wird. Die entsprechende Änderung des Rechtsan­ waltsgesetzes wurde von der EFTA-Uberwachungsbehörde angemahnt (Liechtenstei­ ner Vaterland, 25.8.1999, S. 3). 131