Beiträge verschiedener ökonomischer Theorierichtungen mit ihnen identifizieren, weil ansonsten Homogenität als sozialer Druck oder als Mangel von Optionen empfunden würde. - Hypothese (zur Ausgabenintensität): Die Ausgabenstruktur des Kleinstaates wird ein Schwergewicht bei jenen Aufgaben aufweisen, die unmittelbar spürbar den eigenen Staatsbürgern zugute kommen (zum Beispiel Förderungen, Subven­ tionen, Beschäftigung). - Hypothese (zur Aufgabenpriorität): Der Kleinstaat wird bei den Rechten sehr deutlich zwischen In- und Ausländern unterscheiden (zum Beispiel Berufsprotektionismus, Er­ werb von Immobilien). Während es eine ständig zu leistende Aufgabe des Kleinstaates darstellt, Identität zu stiften, können die Vorteile der Nähe auch in die Nachteile der Enge umschlagen: Der Kleinstaat ist gut beraten, wenn er dem inter­ nen Druck, eine protektionistische Politik in bestimmten Bereichen zu betreiben (zum Beispiel öffentliches Auftragswesen), nicht nachgibt und den geschützten Sektor möglichst klein hält. Aus der Kleinheit folgt nämlich, dass es auf den meisten Gebieten nur sehr wenige Anbieter gibt. Dann kann es leicht zu "Absprachen und Kartellierungstenden- zen" kommen (vgl. Rothschild 1993, S. 82). 2.2 Beiträge verschiedener ökonomischer Theorierichtungen In diesem Abschnitt sollen auf Basis finanzwissenschaftlicher Theorien Hypothesen zur öffentlichen Aufgabenwahrnehmung generiert werden. Es wird dafür ein Kleinstaat unterstellt, der es geschafft hat, seine ge­ setzgeberische Souveränität in relativ hohe Steuereinnahmen um­ zumünzen. Letztere stecken den Rahmen ab, innerhalb dessen die Er­ füllung öffentlicher Aufgaben Platz greift, soweit sie mit Ausgaben ver­ bunden ist. Der Kleinstaat steht in diesem Zusammenhang vor dem Kardinalpro­ blem, dass er im Prinzip alle Staatsaufgaben ebenfalls erfüllen - oder je­ denfalls gewährleisten - muss, obwohl er nur einen Bruchteil der Grösse seiner Nachbarstaaten erreicht. Insofern stellt sich die Frage, wie ein 35