Beilage zur Liechtensteiner LandeszeitungRr. S. Landtagsv erHandlungen. Erläuterung des Staatserforderniffes für das Jahr tSSck. 1. Fiir den Landtag: 8. Taggelder der Abgeordneten .... 800 st. !>. Kanzleierfordernisse 110 st. Zusammen . 910 st. Der Ansatz von 800 st. für Taggelder bafirt sich auf die Annahme einer voraussichtlich kürzeren Landtagssession als im Jahre 1863. Die Kanzleierfordernisse zerfallen: 1. Für Miethzins 40 st. 2. Für Behebung des Sitzungssaales ... 4 st. 3. Für Schreibrequisiten u. Kanzleieinrichtungen 31 st. Remuneration des Dienerpersonals . . . 30 st. 5. Botenlöhnungen 5 st. 2. Für Bundeszwecke: g. Gehalte des Gesandtschaftpersonals . 847 st. d. Kanzleierfordernisse 122 st. e. Matrikularbeiträge 2800 st. Zusammen . 3769 st. Die Gehalte des Gesandtschaftspersonales bestehen: 1. in jenem des Gesandten mit jährlich 1800 fl. R.W. Da die Regierung beabsichtiget, auch für das Jahr 1864 von Sr. Durchlaucht die h. Genehmigung zur Uebernahme der Hälfte dieses Gehaltes auf die f. Ren 172 ten zu erbitten, so würden dann auf die Landeskasse hievon blos entfallen . . . 678 st. 87^ g kr. 2. in jenen der beiden Sekretäre mit 166 fl. 25 kr. Die Kanzleierfordernisse wurden nach einem mehrjähri 172 gen Durchschnitte in dem Betrage von 122 st. annähe 172 rungsweise präliminirt. Die Matrikelbeiträge welche sich sonst nur auf 800 fl. beliefen, werden mit Rücksicht auf die gegenwärtigen kriegerischen Zeitverhältnisse dieserwegen um 2000 fl. hö 172 her gehalten. 3. Fiir das Militiir-Contingent. a. Gagen, Löhnungenu. Verpstegsgelder 1491 st.68kr. b. Pensionen 722 fl. e. Besondere Erfordernisse .... 308 fl. Zusammen . 2521 fl. 68 kr. Auf die Gage und Dienergebühr des Oberlieut. Rhein- berger entfallen 780 fl. Die Verpflegsgelder und Löhnungen sind für den Feldwebel auf das ganze Jahr, für die Unteroffiziere und Trom 172 peter, dann für 21 Rekruten auf t9 Tage, und für 1 Arbeiter auf 25 Ta 172 ge berechnet mit 607 fl. 68 kr. Für Krankenkosten und Beleuchtung wurden präliminirt 1l)4 fl. Zusammen . 1491 fl. 68 kr. Die Pensionen bestehen: ». für den Oberlieut. Baron Falkenhausen in 612 fl. 50 kr. b. für den Invaliden Marrer in Eschen . 109 fl. 50 kr. Zusammen . 722 fl. Die auf 308 fl. 32 kr. beantragten besonderen Er 172 fordernisse sind in der Beilage für's Militärbudget näher auseinandergesetzt. 4. Fiir politische Administration und Gerichtswesen: a. Honorar für das Innsbrucks Oberlandesgericht 262 fl. 50 kr. b. Besoldungen und Bezüge der Be 172 amten und Diener der f. Regierung und des Landgerichtes 6572 st. 77 kr. e. Pensionen der Beamten . . . 525 st. — kr. 6. Reiseauslagen und Diäten der Beamten und Landeskommissäre, Kanz 172 leierfordernisse, Arrestantenverpflegung, Sanitätsausgaben 1710 fl. — kr. Zusammen . 9070 st. 27 kr. Das Honorar des Oberlandesgerichtes sowie die Be 172 soldungen der Beamten mit Inbegriff der Quartier 172 zinse, Tarperzentenantheile, Deputatreluitionen, endlich die Bezüge der Diener sind durch h. Verordnungen for- mirt und mit Rücksicht auf die im Jahre 1863 stattge 172 habten Marktpreise, dann auf die im abgewichenen Jahre sich ergebenen Tarerlöse in der Beilage L. annäherungs 172 weise zusammengestellt. Der Betrag von 525 st. ist der dem Landesverweser Menzinger gebührende Antheil von seiner jährl. Pension per 1050 st. ö. W. welche zur Hälfte aus der Landes 172 kasse und zur andern Hälfte aus den f. Renten behoben wird. Die Rubrik 6 zerfällt: 1. in Diäten ». für die Landräthe u. Regierungsbeamten mit 140 fl. b. für den Forstinspektor mit 120 fl. e. für die Landgerichtsbeamten mit ... . 140 fl. 6. für den Landestechniker mit 200 fl. e. für die Mitglieder der Viehveredlungskommis 172 sion und für die Wuhr- u. Rüfekommifsäre 100 fl. Zusammen . 700 fl. Von diesem Gesammtbetrage dürften 40 fl. von den Partheien rückvergütet werden und sind in dem Budget 172 abschnitte „Bedeckung" unter der Rubrik „Rückersätze" in Empfang gestellt. Der Diätenanfatz mit l40 st. für die Regierungsbe 172 amten rechtfertigt sich durch die mehreren Amtsreisen aus Anlaß der durchzuführenden Gemeinderathswahlen, dani^ der Zehentablösung in allen Gemeinden, und durch die Annahme, daß während des Jahres 1864 bei 10 bis 15 Regierungssitzungen abgehalten werden dürften. Die Diäten des Landestechnikers sind mit 200 fl. präliminirt, weil derselbe Heuer beim Triesnerberger Stra 172 ßenbaue häufiger wird Nachsicht pflegen müssen. Der Diätenanfatz beim Forstinspektor entspricht den diesfälligen Diäten-Aufrechnungen von den Jahren 1861, 1862 und 1863. Rückfichtlich der Diäten für die Mitglieder der Bieh- veredlungskommission, dann für die Wuhr- und Rufe- kommiffäre dürfte eine weitere Begründung auS dem Grunde entfallen, weil deren Einberufung und deren