30 Jahre Verband Liechtensteinischer Familienhilfen seit jeher darauf geachtet, dass die beauftragten Personen nur Arbeiten im Sinne des Vereins- zwecks verrichten und nicht als „Haushalthilfe oder Spettfrau" missbraucht werden. Angesprochen wurde auch die für Familien- hilfen generell wichtige Frage, wann, wie und wer Familienhelferinnen anfordern kann, eine Frage, die in den Statuten und Reglementen geregelt ist. Massgeblich ist demnach die Rei- henfolge der Anmeldungen, wobei bei mehre- ren Gesuchen durch die Vermittlerin die Dringlichkeit und Schwere des Falles abge- klärt wird. Die wirtschaftliche Lage der Familienhilfe Triesen stellte sich ähnlich derjenigen in ande- ren Familienhilfen dar. Für den Kassier galt als Regel: „Jede grössere Rechnung bringt ıhn an den Rand des Ruins.“ Die Einnahmen beliefen sich 1968 auf rund 25'000 Franken, die Aus- gaben auf annühernd 20'000 Franken. Diese Summen steigerten sich bis 1976 auf fast 6:000 Einnahmen bzw. 30'000 Franken Ausgaben und bis 1983 auf 70'000 Franken Einnahmen und 73'000 Franken Ausgaben. Etwa 7096 der Einnahmen wurde selbst erwirtschaftet. 1980 schuf der Vorstand ein neues Regle- ment, 1982 wurde ein Fonds für Härtefälle ge- schaffen und 1990 der Haushilfedienst für Be- tagte eingerichtet. Mit der Schaffung einer pri- vaten profitorientierten Spitex in Triesen entstand für den Verband Liechtensteinischer Familienhilfen im allgemeinen und für die ge- meinnützige Familienhilfe Triesen im speziel- len eine besondere Situation. Die Familienhil- fe wurde gleichsam konkurrenziert und musste weniger Leute betreuen. Es war die Frage zu lösen, ob die öffentliche Hand private profit- orientierte Unternehmen dieses Bereichs sub- ventionieren sollte. Als gemeinnützige Orga- nisation suchte die Familienhilfe Triesen nicht die Verbindung mit der privaten und profit- orientierten Spitex, sondern eine Lösung mit den anderen Familienhilfen. 1994 konnte in den Gemeinden Triesen und Triesenberg zu- sammen eine Gemeindekrankenpflege unter der Leitung der Familienhilfen geschaffen wer- den. Sie betreute 1995 im ersten Jahr 50 Pati- enten und Patientinnen. 1995 umfasste die Familienhilfe Triesen 740 Mitglieder, zwei Familienhelferinnen, zusam- men mit Triesenberg drei Gemeindekranken- schwestern und vier Personen beim Haushilfe- dienst für Betagte. Es wurden insgesamt 2209 Mahlzeiten ausgeliefert. Familienhilfe Vaduz 1963 Die Familienhilfe Vaduz entstand 1962 durch die Initiative von Gerda Ospelt, Silvia Frick, Adele Gerster und Trudy Strub. Pfarrer Ludwig Schnüriger unterstützte das Unterneh- men. Am 16. Mai 1963 fand im Rathaussaal die Gründungsversammlung unter dem Vor- sitz des Pfarrers statt, Fürstin Gina übernahm das Ehrenpatronat. Zur Prásidentin wurde Gerda Ospelt, zur Vizepräsidentin Silvia Frick, zur Kassierin Adele Gerster und zur Aktuarin Trudy Strub gewählt. Wie in anderen Famili- enhilfen bestand ausserdem eine Vollkommis- sion, die sich aus dem Vorstand des Vereins und weiteren 15 Personen aus allen môglichen Bereichen zusammensetzte. Im April 1977 wurde ein neuer Vorstand unter dem Präsidium von Antonia Frick- Ospelt gewählt. Vizepräsidentin und Vermitt- lerin war Imelda Noser, Kassierin Renate Marxer und Aktuarin Monika Lampert. Der neue Vorstand erarbeitete neue Statuten und ein neues Reglement. 1986 wurde der Vor- stand mit Heidi Heeb (Präsidentin), Brigitte Kieber, Monika Lampert und Annemarie Nigg neu besetzt. Die ersten Helferinnen der Familienhilfe Va- duz waren Luise Rederer und Meires Tschol, mit einem Anfangslohn von 370 Franken. Der — e» ——