Schlüsselfragen des EWR 95 beteiligten Aufsichtsbehörden vor '©, sucht aber gleichzeitig einen angemessenen Geheimnisschutz zu gewährleisten ‘“. b. Umsetzungsgesetz Den Erfordernissen des EWR im Bereich der Niederlassungs- und Dienstleistungs- freiheit hat der liechtensteinische Gesetzgeber mit dem am 1. 1. 1993 in Kraft getretenen neuen Bankengesetz Rechnung getragen. Darüber, dass das an die Zustimmung des Landtags geknüpfte Konzessionssystem zur Eróffnung einer Bank im Verháltnis zu EWR-Angehérigen nach Ablauf der Ubergangsfristam 1. 1. 1996 auf- 187 Eine solche zugeben sein wird, sind sich die Verantwortlichen im klaren Regelung ist mit dem subjektiven Recht von EWR-Auslándern auf freie Niederlassung im Fürstentum nicht vereinbar. Noch nicht EWR-kompatibel ist das Gesetz weiter deshalb, weil es zwar die Möglichkeit, nicht aber eine Pflicht zur Amtshilfe gegenüber '5 Die zu übermittelnden Daten sind in Art. 7 Erste Koordinationsrichtlinie (ABI. 1977 L 322, 30) genannt: Alle Informationen über die Leitung, die Verwaltung und die Eigentumsverhältnisse der Institute, welche die Aufsicht und die Prüfung des Vorliegens der Zulassungsvoraussetzungen sowie die Über- wachung der Liquidität und Zahlungsfähigkeit erleichtern können. Der ersu- chende Staat wird der Herkunftsstaat sein. Nach Art. 15 Zweite Richtlinie können die Behörden des Herkunftsstaates nach vorheriger Unterrichtung der Behörden des Aufnahmestaates selbst oder durch einen Beauftragten die genannten Informationen bei der Zweigstelle erheben. 1 Art. 12 Abs. 1 Erste Bankrechtskoordinierungsrichtlinie statuiert die Pflicht zum Geheimnisschutz. Alle Personen, die für die Aufsichtsbehörden tätig sind oder von dieser beauftragt wurden (Wirtschaftsprüfer, Sachverständige) unterliegen dem Berufsgeheimnis. Entgegen manchen Befürchtungen ist die Weitergabe von Daten an die Finanzbehörden nicht zulässig. Ausnahmen gelten nur im Straf- und Konkursverfahren. Die Weitergabe an andere Personen oder Behörden könnte als Verletzung der dem betreffenden Mitgliedstaat obliegen- den europarechtlichen Pflichten durch ein Vertragsverletzungsverfahren geahndet werden. Vgl. zum ganzen System Smits, 61 ff., 79; ferner die Erwägungen des Gerichtshofs in Sig. 1985, 3947 ff., 3963 - Municipality of Hillegom ./. Cornelius Hillenius. ' Bericht und Antrag der Regierung an den Landtag (Nr. 8/1992), 8; Hubert Büchel, 12.