Aus dem Gemeindegesetz 1842 Für den Feuergeschworenen Der Feuergeschworene muss dem ihm anvertrauten zur Sicherheit der Gemeinde sehr wichtigen Amte thätigst, redlich und ohne Eigennutz vorstehen, er muss die genaueste Aufsicht über Feuerstellen und über feuergefährliche Baulichkeiten halten, sohin ihm bekannt gewordene Gebrechen, wodurch das Feuer entstehen könnte, auf der Stelle ab- schaffen, im Nichtbefolgungsfalle dem Ortsrichter und nach Umstän- den , wenn dem Gebrechen nicht schleunigst abgeholfen würde, dem Oberamte Anzeige erstatten, die in allen Fallen der Wahrheit voll- kommen getreu sein muss. Dasselbe hat auch immer unverzüglich dann zu geschehen, wenn ein Feuer ausgebrochen, jedoch wieder gelöscht worden wäre. Er muss auf strenge Befolgung der Feuerlóschordnung wachen und deshalb darauf sehen, dass die Löschgeräthe stets in guter Beschaffenheit vorhanden, und dass Brunnen und Wasserverhältnisse immer rein und gehörig mit Wasser gefüllt seien. Er muss auf die zeitmässige Reinigung der Kamine halten, bei anhaltend trockenem Wetter seine Wachsamkeit verdoppeln, vorzüglich aber, wenn windiges Wetter eintritt, bei Nachtzeit die Aus- tilgung des Feuers in allen Häusern verfügen, Feuerwachen aufstellen und sie zeitweise besuchen, um sich über ihre Wachsamkeit zu über- zeugen. || Ueberhaupt muss der Feuergeschworene sein Amt so handhaben, dass jede Feuersgefahr maglichst von der Gemeinde entfernt werde, und dass er die Erfüllung seiner Pflichten vor Gott, seiner Obrigkeit und der Gemeinde verantworten könne. -949-