Und das poetische Denkmal, benannt: „Rückseite auf dem Leichenstein der Cresenzia Lampert, Schloßwirtin selig“: Du unvergleichliche Lampert Senze, wir winden dir stets frische Kränze. Send uns doch für des Berges Stüble recht viel und süße Bockertrüble. Gern wollen wir solch’ selbsten drucken und als Kretzer und roten Bocker schlucken. Franko senden wir in dein himmlisch Sein so viel du brauchst vom Ablaßwein! Du gute Haut, du bist ja jetzt verklärt, auch hier warst du von jung und alt geehrt. Du hast hier alle liebevoll traktiert, drum bist du dort gewiß auch gut plaziert. Richt oben uns auch so ein Stüble ein, traktier uns mit rotem Bocker-Wein. Denn, glaube nur, in sechzig Jahren sind wir auch bei den Engelsscharen. Wehmütig war den Vaduzern zumute, als am 12. Mai 1896, also vor sechzig Jahren, die Schlofiwirtschaft ihre Tore schlofi, als das ,Bergstüble* nicht mehr Stammlokal war und der , Jakobisunntig* seinen Zauber verlor. 75