ländischer Familien ins Gemeindebürgerrecht veränderte sich das Bild der Familiennamen in kurzer Zeit stark. Denn die rückgebürgerte ehe- malige Liechtensteinerin kann ihren durch Heirat mit einem Ausländer erworbenen Familiennamen bei der Rückbürgerung beibehalten. Das war bis 1980 im ganzen Lande in 575 Fällen geschehen. Dazu kommen noch 48 Neueinbürgerungen ausländischer meist alt-eingesessener Familien. Verschiedene Familiennamen liechtensteinischer und hier wohn- hafter Bürger gab es 1970 im ganzen Lande 221, 1980 aber 812. In Trie- sen gab es 1970 nur 70 verschiedene liechtensteinische Geschlechter, 1980 dagegen bereits deren 174. In Triesen wohnten 1980: Triesner 1278 Triesenberger 150 Balzner 101 Vaduzer 72 Schaaner 42 Plankner 12 Unterländer _144 1799 Staatsbürger allein | d Total 1800 Geschlechter vertraten 1980: Kindle 245 Banzer 136 Negele 117 Beck 97 Hoch 80 Im ganzen Land wohnten 1980: Beck 750 Büchel 731 Frick 620 Marxer 617 Schädler 564 19. Flurnamen in Triesen Die Flurnamen eines Dorfes spiegeln ein Stück Geschichte wider. Teils sind sie deutsch, teils aber ist T Ursprung der voralemannischen Zeit zuzuordnen. An Hand der alten Steuerregister, dann des ab 1809 angelegten Grundbuches und der zwischen 1865-1871 erstellten Kata- sterkarten lässt sich die Lage der einzelnen Grundparzellen ziemlich ge- nau lokalisieren. Die seit 1940 begonnene zweite Landesvermessung, die teilweise die Vermessungsabteilungen anders gegenüber früher ord- net, die Anderung des Fluren abgrenzenden Strassennetzes und damit der altgewohnten Einteilung des Dorfes und der Flurbezeichnungen, tragen dazu bei, im Bewusstsein der Bevölkerung alte Flurbezeichnun- gen zu vergessen oder zu verlegen. Wohl am meisten aber trägt der Um- stand der fortschreitenden mangelnden Beziehung des einzelnen Dort- bewohners zu Grund und Boden zum Verblassen der Flurnamenkennt- nisse des Dorfes bei. Nur wer als «Bauer» seinen Boden bewirtschaftete, Flurnamen in Triesen 711