Die Landwirtschaft 326 Josef Seli als Soldat Der letzte Soldat des Fürstentums . Alois Kindle 1844- ? (Nr. 27 alt?) . Joseph Alois Kindle, s'Gallis (Amerika) . Johann Peter Negele, Haus Nr. 123/124 alt 1844-1902 Nr. 5 neu 6. Franz Schurti, Haus Nr. 62 neu 1845-1889 7. Johann Schurti, Haus Nr. 22 neu 1843-1915, Fabrik-Heizer 8. Franz Joseph Seli, Haus Nr. 128 neu 1842-1917 (Bürger seit 1871) 9. Franz Walser, Haus Nr. 96, Poschga 1845-1921, d.i. letzter Veteraner in Triesen Liechtenstein stand mit Preussen nie im Kriege. Unser Militär war nur gegen die über Tirols Grenze eingebrochenen Garibaldischen Frei- scharen eingesetzt worden. Trotzdem wird es gerne als Schulbeispiel hingestellt, wie man einen Krieg auch ohne offiziellen Friedensvertrag beenden könne. Am 23. August 1866 wurde der Prager Friede abge- schlossen. In diesem wurde Liechtenstein nicht erwähnt. 1866 besass der Landtag bereits ein entsprechendes Mitsprache- recht. Als der Landesfürst anstatt dem vorgeschriebenen Bundeskontin- gent von 80 Mann gleich 120 entsenden wollte, wofür er die Kosten übernähme, lehnte der Landtag einstimmig ab, Fürst Johann II. verzich- tete auf die 120 Mann. Das Militär entliess er am 12. Februar 1868 mit der Verfügung: «Die Verhältnisse in der staatlichen Ordnung Deutschlands haben sich so geändert, dass ich es für richtig halte, im Interesse meines Fürstentums von der Unterhaltung eines Militärkontingents abzusehen. Dieserhalb beauftrage ich das Kontingentskommando mut der unverzügli- chen Verabschiedung der Mannschaft, sowie Übergabe des militärischen Inventars an die Regierung ...>» Die Regierung wollte das Militár beibehalten und zwar aus Grün- den der Sicherstellung der inneren Ordnung im Lande. Der Landtag lehnte auch dieses Ansinnen 1867 ab. In der Folge sorgten je ein Land- weibel für das Oberland und einer für das Unterland zusammen mit den Gemeinden für Ruhe und Ordnung. Mit der Zeit wurden die sich gebil- deten freiwilligen Feuerwehren zu Ordnungsdiensten herangezogen. Erst mit Gesetz vom 30. Dezember 1930 betreffend das Sicher- heitskorps (Polizeigesetz) wurde zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung und weitere Dienstleistungen die heute bestehende Polizei eingerichtet. Doch besitzt Liechtenstein kein Militär mehr. Lediglich Art. 44 der Verfassung besagt: «Jeder Waffenfähige ist bis zum zurückge- legten 60. Lebensjahre im Falle der Not zur Verteidigung des Vaterlandes verpflichtet.» Un = 8. Die Landwirtschaft In alter Zeit Funde der práhistorischen Epoche aus Siedlungen in unserm Lande zeugen davon, dass bereits die Menschen der Steinzeit wie die Kelten in der vorrómischen Zeit nicht nur Jàger, Sammler und Fischer waren, sondern sich bereits einzelne Haustiere hielten und. ebenso Früchte des Feldes kannten.