Art. 2 Jedwelche Verwendung des Wappens und der Flagge der Gemeinde Triesen bedarf der ausdrücklichen Bewilligung des Gemein- derates. Art, 3 Der Schutz des Wappens und der Flagge der Gemeinde Triesen umfasst nicht nur das Wappen und die Flagge als Ganzes, sondern auch Teile derselben. Art. 4 Die Verwendung des Wappens oder der Flagge der Gemeinde Triesen zu privaten oder gescháftlichen Zwecken ist verboten. Der Gemeinderat kann ausnahmsweise in Einzelfillen, wenn besondere Gründe vorliegen, eine Bewilligung erteilen. Art 5 Das Recht der Verwendung des Gemeindewappens und der CR auf Siegeln, Fahnen und Denkzeichen aller Art steht ausschliesslich der Gemeinde zu. Art. 6 Die Bestimmungen des Gesetzes betreffend Wappen und Flaggen des Fürstentums Liechtenstein vom 4. Juni 1957 (LGB1/Nr. 13 finden im Sinne von Art. 12 dieses Gesetzes analoge Anwendung. Dieses Reg- lement wurde in der Sitzung des Gemeinderates vom 2. September 1980 beschlossen und tritt nach Ablauf der Referendumsfrist (22.9.1980) in Kraft. Triesen, am 3. Sept. 1980 4, Der Ort Der Ort Triesen J.B. Büchel schreibt in seiner «Geschichte der Pfarrei Triesen» JBL 1902: «Triesen (alt Trisun) galt von jeher für die älteste Ortschaft des Lan- des. Diese sonnige Berghalde, von klarem Bache durchrauscht, das durch sanfte Höhen gegen den kalten Norden geschützte, fruchtbare, für Wein- und Obstbau so geeignete Gelände war für eine Ansiedlung zu verlockend, als dass eine solche nicht in den ersten Zeiten der Bewohnung des Rhein- thales hätte erfolgen sollen. Eine uralte Überlieferung erzählt, dass an der Halde auf der Nord- seite des heutigen Dorfes, unter dem Hügel, auf dem die St. Mamerten- Kapelle steht, einst eine Stadt, Trisa oder Trisuna genannt, gestanden habe und durch einen Bergsturz begraben worden sei. Wie die Erfahrung lehrt, liegen derartigen Sagen oft wahre Begebenheiten zugrunde, und seit der Zeit, da man allenthalben längst entschwundene Ortschaften und römische Niederlassungen aus der Erde gegraben hat, fanden solche Überlieferungen immer mebr Beachtung. : Dass die Sage von der untergegangenen Trisa kein leerer Wahn ist, legt uns das betreffende Terrain nahe, das tathsächlich einen in alter Zeit erfolgten Bergrutsch leicht erkennen lásst, und wurde zur Gewissheit durch die in den letztvergangenen Jahren bei zufälligen Grabungen gemachten Entdeckungen. Im Jahre 1862 wurden beim Baue einer Müble (vis-à-vis Der Ort