Name und Wappen 118 Jährlich 200 fl an den Schwäbischen Kreis nach Ulm. Ebenso wur- den Invalidengelder (Pensionen an ehemalige Soldaten) bezahlt. Auch hiesigen ehemaligen Soldaten wurden Invalidengelder bezahlt (z. B. J e: EN erhielt jáhrlich 19 fl 12 kr. Früher derselbe 1785-1789 monat- ich 7 fl). Die gesamten Militärkosten des Oberlandes beliefen sich 1785- 1789 auf 826 fl 26 kr, darunter ca. 500 fl Zahlungen an das Kreiskom- mando in Süddeutschland. Hier bezahlte man: für 3 Monturen machen, dem Schneider 11 fl, dem Schlosser für Zurichten der Soldatengewehre 1 fl 26 kr, für Ausflicken der Landesfahne 30 kr. Zahlreich sind die kleinen Posten für Unterstützung von Bettlern, Brandgeschädigten etc., armen Leuten. Für Verschicken von Geldern und Post bezahlte man pauschal jährlich 23 fl dem Landvogt. Für Streifen im Lande (Aufsuchung des Schelmengesindels) bezahlte man einem Korporal 36 kr pro Tag, einem Weibel 30 kr. Wegen Fangen von Luchsen an Männer aus Vorarlberg 3 fl. Kosten bei Sitzungen (Zehrungen) betrugen in den 5 Jahren von 1785-1789 lediglich 219 fl 58 kr. Der Landammann erhielt ausser Spe- senersatz und Botengangentlóhnung normal nur 50 fl pro Jahr, aus- nahmsweise für diese Rechnungsperiode 60 fl. Zu den beiden Landschaftsrechnungen bemerkt, J. Ospelt in JBL 1945: «In den 9 Jabren und 2 Monaten der Rechnungsführung durch Land- ammann Jacob Marxer sind von den Gesamtsausgaben von 5180 fl 38 kr 1 dl rund 43 90 auf die Abfubren an die Schwábische Kreiskasse und auf Militárlasten entfallen, also nicht viel weniger als die. Hälfte der gesamten Ausgaben der unteren Landschaft. In den 4 Jahren und 1 Monat der 1. Amtsführung des Landammanns Lorenz Tschetter sind die Auslagen an das Reich und für Militärlasten sogar auf 84 % der Gesamtausgaben der oberen Landschaft gestiegen, d. i. auf 2239 fl 16 kr von insgesamt 2666 fl 55 kr 2 dl. Es ist daher wohl zu verstehen, wenn ın jenen Zeiten mehrfach Beschwerden über die Lasten, die von seiten des Reiches unserem Länd- chen auferlegt wurden, zum Ausdrucke kamen und wenn vermehrte Rücksichtnahme auf die hiesigen Verhältnisse gefordert wurde. Dem gegenüber muss erst auffallen, wıe wenig für kulturelle Zwecke, z. B. für Schulen, Strassen, Gewässerverbauungen usw. auf- gewendet wurde. 3. Name und Wappen Der Name Triesen Ausser der Gemeinde Schellenberg trägt keine der liechtensteini- schen Gemeinden einen Namen deutschen Ursprungs. So ist sicherlich Triesen weit zurückliegend, von Volk zu Volk aus einem ursprünglichen Stammwort entstanden, in seiner Art gesprochen und geschrieben wor- den. J. B. Büchel schreibt in seiner Geschichte der Pfarrei Triesen im JBL 1902 hierzu: «Ungeuviss ist, woher diese Ortschaft ihren Namen bat. Wabrschein- lich ist Trisun ein keltischer Name, der schon bestanden bat, ehe die Römer ihren Fuss in dieses Thal gesetzt haben. Die Endung «un» ist die im Mittelal-