Allgemeines 68 1. Allgemeines HH. Prälat Kanonikus Johann Baptist Büchel 1853-1927 HH. J. B. Büchel ist am 1. Jun1 1853 in der «Traube» in Mils gebo- ren. Dieser Familie entstammten noch zwei Oheime und ein Bruder als Priester. Nach seiner Priesterweihe wirkte J. B. Büchel als Professor und Präfekt ab 1876 am Kollegium Maria Hilf in Schwyz, kam dann als Kaplan 1884 nach Mauren und 1885 nach Vaduz und von dort von 1887 bis 1910 als Pfarrer nach Triesen. Die Triesner ernannten ihn bei seinem Weggange zu ihrem Ehrenbürger. Von 1910 bis 1920 leitete er als Direk- tor die Landesschule (Realschule) in Vaduz und verweilte von 1920 bis zu seinem Tode am 14. November 1927 als Kaplan in Bendern. J. B. Büchel war Verfasser und Mitarbeiter bei der Ausgabe neuer Schulbücher, bei welchen er vor allem den heimatkundlichen Teil schrieb. 1891-1920 wirkte er als Schulkommissár. Daneben war er durch mehrere Perioden Mitglied des Landtages, Mitbegründer des Histori- schen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein und dessen wohl eifrig- ster Mitarbeiter Zeit seines Lebens. 1923 brachte er im Auftrage des Historischen Vereins die zweite Auflage von Peter Kaisers Geschichte des Fürstentums Liechtenstein (1847) heraus. Diesem Manne verdanken die Triesner als erste Gemeinde des Landes die im Jahre 1902 nach mehr als zehn Jahren Forscherarbeit her- ausgekommene Geschichte der Pfarrei Triesen. Es war sein Geschenk an die Pfarrgemeinde und sie durfte darauf damals und darf es heute noch sehr stolz sein. Prof. Dr. E. Nipp würdigte sein Wirken als Historiker inJBL 1927 mit den Worten: «Als uneigenniitziger Mensch und Patriot, als edler Priester und Seel- sorger, als vorbildlicher Schulmann, feinsinniger Dichter und unermiidlich forschender, unbestechlicher opu steht die lichtvolle Gestalt J. B. Büchels in unserer Erinnerung, fortwirkend und anregend auf lange Jahre hinaus.» HH. Pfarr-Resignat Fridolin Tschugmell 1896-1981 HH. Fridolin Tschugmell ist in Triesen am 5. September 1896 geboren und hier aufgewachsen. Während des ersten Weltkrieges musste er seine Gymnasialstudien unterbrechen, setzte sie nach Kriegs- ende fort und wurde 1924 in Chur zum Priester geweiht. Gleich darauf übernahm er bis 1937 als Pfarrer die Gemeinde Mauren, kehrte 1937 nach Triesen zurück, wo er sich den bereits in Mauren begonnenen historischen Arbeiten widmete. Das betraf vor allem die Familienfor- schung. Daneben hielt er den Sonntagsgottesdienst im Steg von 1937- 1945 und wirkte von 1945-1980 als Schlosskaplan (Hausseelsorger der Fürstlichen Familie). 1962 wurde er ins Bürgerrecht seiner Wohnsitzge- meinde Triesen aufgenommen. Er starb am 9. September 1981. «Pfarr Tschugmell», so wurde er E Ane. genannt, widmete sich durch fünf Jahrzehnte wie keiner zuvor in unserm Lande der Fami- lienforschung, ordnete Pfarr- und Gemeindearchive, durchforschte die alten Pfarrbücher, erstellte zahlreiche Familienstammbäume. In