146 Solche Assoziationen, die geweckt werden können, auch wenn sie Malin selbst nicht bewusst waren, bezeugen die Wurzeltiefe derartiger Grundformen in der menschlichen Krea- tivität eines Schaffenden, der sich von überall waltenden kosmischen Kräften geprägt verspürt; es darf, als Bezug wie- derum, an das aus unbewusster Tiefe wachsende poetische Bildschaffen von Paul Klee erinnert werden; das griechische «poiein» heisst machen, zeugen, schópferisch tátig sein. Diese neun Ordnungen im ganzen Quadrat werden im letzten Schaffen Malins noch einmal in ganz besonderer Weise wirksam werden. In diese Schaffensphase des Kristallisierens und Stereometri- sierens gehôrt die mächtige, in harten schwarzgrünen Diabas- Stein gehauene Beerenfrucht der Jahre 1980/81(109). Dies ist eine Bündelung von Polyedern, auf jeder der vier Block- seiten neun Facetten zeigend, oder, anders gesehen, acht kubische Körper blockum, dreimal horizontal übereinander. Dies ist sichtbare Tektonik, Körper-Architektur, abgehoben von der Erde durch eine schmale quadratische Sockelbasis, Erinnerung weckend im Musée Imaginaire an das chinesische Symbol der Erde, «T’sung».