rungsbau und klärte grundlegende Fragen für ein neues Ausstellungskonzept der Dauerausstellung des Liechtensteinischen Landesmuseums unter Einbezug einer naturkundlichen Abteilung. Die Er- arbeitung des Ausstellungskonzeptes wird eine der Hauptaufgaben für das Jahr 1999 sein. Am 8. Okto- ber 1998 erfolgte im Regierungsgebäude in Anwe- senheit von Vertretern aller planungsbeauftragten Büros der offizielle Projektstart. Der Museumsleiter stellte dabei in einem Einführungsreferat das Leit- bild und das geplante Nutzungskonzept vor. Im Dezember konnte eine umfassende Dokumenta- tion der Vorprojektphase (Konzepte 12/98) vorge- legt werden. «Die Hauptaktivitäten eines Museums finden gleichsam hinter den Kulissen statt» (Felix Marxer, 1987); dies umso mehr, wenn es seit nunmehr sieben Jahren geschlossen ist. Dennoch gilt die Bewahrung des Vergangenen als Dienst am Fleute als erster Auftrag, namentlich eines historischen Landesmuseums. Somit konnten im Berichtsjahr neben der Wahrnehmung umfangreicher admini- strativer Aufgaben mehrere Projekte abgeschlos- sen beziehungsweise weitergeführt werden. Immer wieder ist das Landesmuseum Anlaufstelle für Wissenschafter und Autoren. So konnte sich die Museumsleitung u. a. an folgenden Publikationen beteiligen: Schweizer Museumsführer mit Ein- schluss des Fürstentums Liechtenstein, heraus- gegeben vom Verband der Museen der Schweiz, 8. Ausgabe, Basel, Berlin 1998; DuMont Kunst- Reiseführer Ostschweiz. Die Kantone Zürich, Schaffhausen, Thurgau, St. Gallen, Appenzell, Gla- rus und das Fürstentum Liechtenstein, Köln 1998; Spätgotische Flügelaltäre in Graubünden und im Fürstentum Liechtenstein, Chur 1998. Das Landes- museum stand jeweils mit fachlicher Beratung und Bildmaterial aus seinem reichhaltigen Archiv zur Verfügung. Der Museumsleiter seinerseits konnte mehrere Fachbeiträge publizieren. Die im April 1997 begonnene Beitragsserie «Objekt des Monats - Aus den Sammlungen des Liechtensteinischen Landesmuseums», publiziert im Liechtensteiner Vaterland, wurde lückenlos weitergeführt. In re- stauratorischen, konservatorischen, denkmalpfle-gerischen und museumstechnischen Fragen war das Museumspersonal für Private, Gemeinden und Museen tätig. Erneut war das Liechtensteinische Landesmu- seum mit Leihgaben an Ausstellungen vertreten, u. a. mit zahlreichen Exponaten aus der Archäolo- gischen Sammlung an der Ausstellung «Schmuck aus den Alpen. Von der Prähistorie bis zum Früh- mittelalter» im Rätischen Museum in Chur (7. Mai bis 18. Oktober 1998) und an der Ausstellung «Bür- gerfleiss und Fürstenglanz. Reichsstadt und Fürst- abtei Kempten» in der Kemptener Residenz (16. Juni bis 8. November 1998), durchgeführt vom Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg. Nach wie vor befinden sich zahlreiche Leihgaben in der Ausstellung «Klar und Fest. Geschichte des Hauses Liechtenstein» in der Riegersburg, Oststeiermark. Die Ausstellung dauert noch bis Ende 1999. Zur Eröffnung des Liechtenstein-Instituts im ehemaligen Pfarrstall Bendern vom 6. bis 8. März 1998 führte das Landesmuseum in Zusammen- arbeit mit der Fachstelle Archäologie eine Ausstel- lung im Foyer des Liechtenstein-Instituts durch, die dem Gebäude und dem historisch bedeutsamen Kirchhügel von Bendern gewidmet war. Die Veran- staltung ist auf grosses Interesse gestossen. TAGUNGEN, KOMMISSIONS ARBEIT, PROJEKTE Neben dem Besuch zahlreicher Museen und Aus- stellungen im In- und Ausland im Rahmen von Arbeitssitzungen und Tagungen soll hier nament- lich erwähnt sein, dass das Liechtensteinische Lan- desmuseum durch seinen Leiter am Festakt zum 100-Jahrjubiläum des Schweizerischen Landesmu- seums in Zürich am 25. Juni 1998 vertreten war. Der festliche Anlass stand unter dem Patronat von Frau Bundesrat Ruth Dreifuss, Vorsteherin des Eid- genössischen Departements des Inneren. Gleich- zeitig wurde die Sonderausstellung «Die Erfindung der Schweiz 1848-1998» eröffnet. Am 9. November 1998 fand im Naturmuseum in Dornbirn die Generalversammlung des Vereins 294