Umschrift: SECRETUM : LVCII: DEI GRA EPI CVRIENSIS Das Bild zeigt einen gevierten Renaissance-Wappenschild. Umschrift auf mehrfach gefaltetem Band, Anfang und Ende eingedreht. Wappen geviert: 1 und 4 Churer Steinbock; 3 persönliches Wappen (Rüdenkopf); 4 mehrfach schräglinks geteilt. Abb.: Originalabdruck an Urk. v. 1544 II. 1. (GA T U 18). Thomas Planta 1549-1565 Bischof von Chur. 87 Einziges Siegel Rund, 45 mm. - Wachs, rot (in Wachsschüssel). Umschrift: S • THOMAE DEI GRA EPISCOPI CVRIENSIS (N seitenver- kehrt) Thomas Planta verwendete den Siegelstempel des früheren Bischofs Paul Ziegler (1509 - 1541), wobei nur Vorname und persönliches Wappen umgraviert wurden. In einer Renaissancearchitektur thront die Muttergottes mit Krone und Nimbus, das ebenfalls nimbierte Kind zu ihrer Linken. Der Hintergrund ist durch einen fransenbesetzten, mit Rauten und Punkten verzierten Vorhang abgeschlossen. Rechts und links der Architektur ist das Siegelfeld von symmetrischen Ornamenten ausgefüllt. Unten stehen zwei Wappenschilde nebeneinander, der erste mit dem Bistumswappen, der zweite geviert vom persönlichen Wappen des Bischofs (Bärentatze der Planta) und mehrfach geteilt. Abb.: Originalabdruck an Urk. 1553 II. 4. (GA T U 10). Petrus II. de Rascher 1581 -1601 Bischof von Chur. 88 Einziges Siegel Rund, 32 mm. - Wachs, rot (in Wachsschüssel). Umschrift: S * PETRUS DG- EPISCOPVS • CVRIENSIS Das Bild zeigt einen gevierten Wappenschild, dessen Ränder mit Rollwerk aufgelöst sind. Er wird von der Mitra überhöht, durch welche der Bischofsstab mit wehendem Velum schrägrechts gesteckt ist. Die Mitra reicht in das Umschriftband. Das Siegelfeld ist mit Laubornament vollständig ausgefüllt. Wappen geviert: 1 und 4 Bistumswappen; 2 und 3 persönliches Wappen (in Blau ein goldener Löwe, eine Harzfackel in den Vorderpranken haltend). Abb Originalabdruck an Urk. v. 1586 X. 7. (GA T U 35). 106