Somit steht der Verein mit 122 historischen Vereinigungen und wissenschaftlichen Instituten in Schriftentausch. GRABUNGEN Durch den Ankauf und die bevorstehende Restaurierung der Burg Gutenberg durch das Land, die geplante Bepflanzung des Runden Büchels und des Burghügels mit Reben sowie dringende Strassenkor- rektionen sind der archäologischen Forschung in Balzers Aufgaben erwachsen, die ohne Verzug gelöst werden müssen. Um eine fachmännische Durchführung der Bodenforschungen zu gewährleisten, wurde Dr. Jakob Bill vom Historischen Verein ab 1. September 1982 für 4 Jahre als Archäologe angestellt. Dr. Bill war vorher in der urgeschichtlichen Abteilung des Schweizerischen Landesmuseums tätig. Seit.mehreren Jahren hat er aushilfsweise die Ausgrabungen in Liechtenstein geleistet. Die Gemeinde Balzers stellte in verdankenswerter Weise im alten Amtshaus geeignete Räumlichkeiten zur Deponierung und Bearbei- tung der Funde zur Verfügung. Zu der in Aussicht genommenen Bepflanzung des Burghügels durch eine Rebbaugenossenschaft hat der Historische Verein Stellung genommen und im Einvernehmen mit der Fürstlichen Regierung die durch die Forschung sich ergebenden Vorbehalte angemeldet. Im März und April wurde in einer zweiten Etappe die Grabung am Südfusse des Runden Büchels, auf dem Areal Foser fortgesetzt. Sie stand unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Bill, der jedoch zeitweise in Zürich unabkömmlich war und von Thierry Weidmann vertreten wurde. Die Untersuchung eines frühlatenezeitlichen Grä- berfeldes mit 16 Brandgräbern und einer Körperbestattung ergab ein reiches Fundmaterial, besonders an Keramik. Am Streifen entlang der Strasse zeigten sich Pfostenlöcher, die vermutlich eine Siedlungsstelle markieren. Zwei Körpergräber von Kindern scheinen zum Frühmit- telalterfriedhof auf dem Runden Büchel zu gehören. Eine Sondiergrabung bestätigte, dass sich die Funde auch auf die ostwärts angrenzende Rebparzelle von Hubert Kaufmann zeigten. Da eine Strassenkorrektion auch diese Parzelle tangieren wird, sind die 274