— 21 - garten 10 Sch. Psg., aus dem Gut zu Lutersee 10 Sch. Pfg. Konrad gab aus dem Mnierhof zu Sulzberg 2 Malter Haber, 1 Malter Kerne» uud 10 Sch. Pfg., aus dem Gut zu Burgraz Z Malter Haber, 1 Malter Kerueu und 10 Sch. Pfg., aus eiuem anderen Gute 3 Malter Haber und 10 Sch. Pfg., aus einem anderen 3 Malter Haber, 1 Malter Kernen nnd 10 Sch. Pfg. und aus dem Gut zu Bittrich 1 Malter Kerueu. Das Jahres- einkommen dieses Kaplans von St. Katharina bestand also in 20 Malter Haber, 4 Malter Kernen und 90 Sch. Pfg. ca. 4,5 fl.) (Reg. 569). Tölzer allein stiftete schon im folgenden Jahre wieder (1400 St. Gevrgentag) eiue Kaplaueipfründe in der Pfarrkirche zu Kiß- legg zu U. L. Fraueu Altar vor dem Chöre auf der rechten Seite und ernannte als ersten Kaplan den Friedrich Schnitzer von Kempten. Der Kaplan hatte wöchentlich in der Pfarrkirche 5 Messen zu lesen, uud jährlich 2 Jahrzeiten zn begehen, eine am Donnerstag der Pfingstwoche, die andere am Donnerstag vor Weihnachten, jede mit 4 Priestern, einer Vigil uud 5 Seel- messen. Den Priestern soll der Kaplan geben eine Mahlzeit nnd jedem 6 Pfg., der Kirche 4 Pfg., dem Meßner 4 Pfg. und der Klausnerin 6 Pfg. Als Jahreseinkommen bezog der Kaplan: Aus dem Zehnten zu Emelhofen 6 Malter Haber, aus dem Bauhof zu Zaisen- hofcn 1 Malter Haber, aus dem Großzehnten zu Sömmersriet, Wall- nusriet, Fischcreute und Feld 3 Malter, aus Gütern zu Ober- winkeln 4 Malter und 20 Sch. Pfg., aus eiuem Gut zu Zaiseu- heim 7 Malter und 41 Sch. Pfg. Dieser Kaplan bezog also einen Gehalt vou 21 Malter Haber und 41 Sch- Pfg. (— ca. 2,5 sl.)! Dr. Baumaun (Gesch. d. Allgäns II. 594) sagt, der Auteil Tölzers an Kißlegg sei 1405 vorübergehend an den Herzog Fried- rich v. Oesterreich gekommen. Darauf weist eine Nummer im Re- gister des k. k. Schatzamtes zn Innsbruck (B. II- 440) hin: „Kauf und Uebergab anff Herzog Fridrichen 1405. Bon Maranartcn v. Schelleuberg umb des Tölzers von Schellenberg tail an der Best Kißelegge; ist aiu Uebcrgab auf Gnad auf Papier geschrieben." Die näheren Umstände sind mir unbekannt. Vielleicht wollte Tölzer durch Abtretung dieses Lehens an die Herzoge dasselbe an seine Söhne bringen.