XXIII kannt, große Mittel für die archäologisch-epigraphische Durchforschung Kleinasiens, ein epochmachendes Unternehmen, das eine reiche wissen- schaftliche Ausbeute ergab, zur Verfügung gestellt; die oon der prä- historischen Kommission der Akademie unternommenen Höhlenforsch- ungen in Mähren fanden ebenfalls die bereitwillige Unterstützung des Fürsten. Eine Schöpfung eigener und interessanter Art ist das von dem Fürsten 1898 gegründete Forst- uud Jagdmusenm in Mäh- risch-Anssee, das eine reichhaltige Sammlung von Gegenständen enthält, die sich auf deu Wald und die Jagd beziehen. Daß der Fürst sich nn allen namhafteren patriotischen und dy- nastischen Veranstaltungen mit großen Summen beteiligt, ist ebenso bekannt, wie seine unbegrenzte Anhänglichkeit an das österreichische Kaiserhaus, dem er durch die am 20. April 1903 erfolgte Ver- mählung seines Neffen, des jüngeren Prinzen Alois von Liechten- stein mit der Erzherzogin Elisabeth Amalia, einer Schwester des Thronfolgers, auch verwandtschaftlich nahetrat. Patriotische Rück- sichten waren es auch vornehmlich, welche den Fürsten seinerzeit vermochten, die bekannte, von der Gefahr der Verschleppung ins Ausland bedrohte Sammlung des Feldzengmeisters Franz Frei- herrn v. Hauslab anzukansen, ans deren reichen Beständen an wissenschastlichen Werken (namentlich der Kartographie) er eine Reihe von wissenschaftlichen Instituten dotiert hat. Seinem kleinen Fürstentum war der Fürst stets ein Landes- vater im besten Sinne des Wortes. Im Jahre 1862 verlieh er dem Lande an Stelle der landständischen Verfassung vom Jahre 1818 eine ueue, anf freiheitlichen Grundsätzen aufgebaute Ver- fassung, die im Jahre 1878, nachdem der Landtag durch die An- nahme des Gesetzes über die Einführung der Goldwährung mit den Wünschen des unterländischen Teiles der Bevölkerung in