plattensäulen (18,5x18,5x5 cm3), zwei Sandsteinsäulen und den Resten einer Säule aus Tuff. Der Standort vieler anderer Tragelemente konnte aber im guterhaltenen Boden nachgewiesen werden. Der glatte, rötliche, mit Ziegelsplitt durchmischte Estrichboden klebte auf einer Rollierung kleinerer Steine. Vom Suspensuraboden war keine Spur mehr zu sehen. Er musste auf der Höhe 486.50 gelegen haben (s. Profil LM, 2 — 6; AB 28 —35, Beilage V). Der auf der Talseite anschliessende Raum 20 soll mit dem geschil- derten, heizbaren Baderaum durch eine 70 cm breite Türe verbunden gewesen sein,81 von der wir aber nichts mehr fanden. Der Raum 20 besass in seiner grundrisslichen Gestalt einen ähnli- chen Charakter wie Raum 19. Auch hier ein Rechteck mit einer gegen Nordosten abschliessenden Apsis. Im Gegensatz zu Raum 19 aber nahm die Nische in Form eines Kreisabschnittes mit 1.75 m Breite und 1.25 m Tiefe die volle Breite des nicht heizbaren Raumes in Anspruch. Die 70 cm breite, gerundete Mauer ist in einem Zug mit der entspre- chenden Mauer des Raumes 19 errichtet worden: Mauerart, Mörtel und Verband wiesen auf Gleichzeitigkeit. Die Wanne selbst war im Maxi- mum in einer Höhe von 40 cm erhalten und hatte nicht die diversen Umgestaltungen wie die 19 cm höher gelegene (485.87/485.68) Paral- lele im Warmbad erfahren. Eine leicht schräg, nachträglich eingezogene Mauer von 55 cm Breite und bis 35 cm Höhe (486.08/485.73), begrenzte den Kreisabschnitt gegen den rechteckigen Grundriss des Zimmers Diese Abschrankung begleitete gegen das Beckeninnere eine 15 cm breite, oben stark abgeschrägte Stufe, die beim Bau des Estrichs in dei Wanne angefertigt worden ist. Die Stufe war auf einer Länge von 90 cn erhalten. Der 4 cm starke Estrichputz (in zwei Arbeitsgängen aufgetra gen; erster Auftrag 1.5 cm stark, zweite Schicht, etwas heller, mit 2.5 cn Stärke) überzog Stufe, Wannenboden und die gerundete Wandung bi: zu einer nicht mehr feststellbaren Höhe. Die Ecken verdeckte ein« kräftige Putzleiste von 8 cm Breite und 5 cm Dicke. Der rötliche Estrich putz war zudem mit einem weisslich-grauen Anstrich überdeckt. Auel bei dieser Wanne konnte der von Samuel Jenny beobachtete, gegei Norden ausgerichtete Wasserabfluss in spärlichen Resten nachgewieser werden8-' (Abb. 51). 81 Samuel Jenny, a. a. O., 197. 82 Samuel Jenny, a. a. O., 192, 197. 112