Von den 3 Resten kleiner Wiederkäuer konnte ein voll- ständiger Mittelfussknochen (Nr. 9) als Schafsknochen bestimmt werden. Gr. Länge 139; Breite: proximal 22,7, der Diaphyse 12,2, distal 25,5 mm Die beiden übrigen, ein proximales Oberarmknochenstück (Nr. 6) und ein Oberschenkelfragment (Nr. 8) mit 17,5 mm Diaphysen- und 41 mm distaler Breite waren nicht genauer zu identifizieren. Sie könn- ten aber durchaus vom gleichen Tier wie Nr. 9 stammen. Im bereits erwähnten Kastell Schaan übertrafen die Schafe die Ziegen an Zahl deutlich. Die Nr. 7 und 11 gehörten dem Hausschwein. Es sind ein Beckenfragment und eine Rippe. Aus der mittelalterlichen Schicht erhielten wir 3 Knochen, von de- nen nur Nr. 12 zu bestimmen war: Es ist ein Mittelhandknochen, dessen obere und untere Gelenkteile abgebrochen sind. Die Diaphysenbreite beträgt 28 mm. Dem Gewicht und den ausgeprägten Rauhigkeiten an den Muskelansatzstellen nach zu schliessen handelt es sich um ein älteres, vermutlich um ein Arbeitstier, vielleicht um einen Ochsen. Auf der thurgauischen Burg Heitnau lieferten 6 zwergwüchsige Kühe entsprechende Masse von 24,3 bis 25,3 mm, ein Ochse 31 mm».16) ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN Fasst man die Untersuchungsergebnisse zusammen, so ergibt sich folgendes Bild: Die örtlichen Verhältnisse im Raum Gutenberg, St. Katharinabrunnen und Balzers-Winkel haben sich seit römischer Zeit verändert. Vor ca. 2000 Jahren lag das Talniveau ca. 250 cm W) Hartmann-Frick, H. 1957: Die Knochenfunde. - In: F. Knoll-Heitz: Burg Heitnau. Bericht über die Ausgrabungen 1950 - 1954. - Thurg. Beiträge vaterländ. Gesch. d. histor. Ver., Kt. Thurgau, 93, 53 - 73, Taf. 32, Frauen- feld. — Würgler, F. E., 1958: Die Knochenfunde aus dem spätrömischen Kastell Schaan (4. Jahrhundert n. Chr.). - JHL 1958, 255-282. 45