— 49 — Um das Jahr 1600 war der Bock er nicht mehr an be- stimmte Rebmänner um den oben erwähnten Lohu an Geld. Korn und Lehengüteru zur Bearbeitung vergeben, sondern die Bear- beitung geschah auf dem Wege des Frondienstes. Es heißt im Urbar Ulr.: „Zu diesem Weingarten ist ein jeder, der in den Dörfer Schaan und Vadutz Haushäblich sitzt, der Herrschaft ein Fuder Mist zu geben und zu führen schuldig, ertragt Fuder 120. Mehr fie von Vaduz und Schaan schuldig die Stickel au ort uud Euden, da sie es eines Tags wieder heim kommen mögen, zu führen. Dann soll man ihnen einmal zu Essen geben. Mehr sye von Schaan und Vaduz, der Haushäblich ist, die vermöglichsten 2 Tag und der Gemeine Mann 1 Tag in solchen Weingarten zu Haueu oder Gruben schuldig. Da soll man ihnen den Jmbis, den Marend und zu Nacht jedem ein Hofbrodt geben. Mehr sie von Vaduz und Schaan (schuldig), den Wein aus dem Torggel zu Vaduz aus daß Schloß zu führen; da soll man Leut uud Vieh zu Esseu geben." Wann und wie dieser Frondienst aufgekommen ist, ist uicht nachgewiesen. Lr. Lehengüter in Schaan. Als Lehen leute werden anno 1507 genannt: Claus frysinger, schmid zu Vaduz, lehen trager, und sin mithelffer hond jnn 7 stucki Hubgüter, die cristan Cammrer vor jngehebt hüt, uud zwei Höfe. Zins 36 wär käs und 3 fiertil smalz. Hans cammrers Witwe otilia und jre linder hond 10 stucki zu erblehen, genannt des fraureu lehen. Zins 10 Sch. Pfg. Lenz^) fritsch und Jos^) cünzis erben hond 4 stucki zu erblehen, genannt des bürklis lehen und soll zwo ballen Uff der rod fertigen. Zins 2 schöffel waissen. (Dieses Lehen hatten anno 1600 Anna Schierser, Jörg Bürklin und Hans Knaben- kuecht inne). Hans mörli hat jnn 4 stucki Hubgüter uud sol uff der rod zwo Ballen fertigen. Zins 1 schöffel korn und 8 Sch. Pfg. ') Lorenz. Jodokus.