- • 9 ' — ;.., " Münzfund Vaduz 1957 " • . von Anton Frömmelt . 1 • - ~A. Fundbericht • Im Frühjahr 1957 wurde das neue Wohnhaus Noser, Vaduz, Atten- bach Nr. 657 gebaut. Im März würde die Baugrube dazu ausgehoben. t ' Der Aushüb geschah mittels Bagger, (Trax) und das Material wurde " direkt vom .Bagger auf Lastautos verladen und zur Planierung-bei Neubau O. Gassner, Vaduz, : Schwefel, mit Kippe abgeschüttet. Ich muss dies erwähnen, um begreiflich zu machen, dass niemand 'auf das Material achtgab und es so geschehen könnte, .däss der Münz'fund unbeachtet gehoben, verfrachtet und einige Zeit zum-Teil oberflächlich zu Tage lag. Hernach,spielten Kinder auf dem Abladeplatz und dabei ~ fand zuerst ein Mädchen eine Goldmünze, die" das Kind aber bald wieder verloren hatte ;• dann fand ein Bub in einem Gefässboden eine Hand voll Silbermünzen (77 Höhlpfehnige .und ,5 .Etschkreuzer), die der Kleine aber nicht als.Geld erkannte. Er nahm sie daher heim, um zu erfahren, was es wäre. Auch andere Kinder fanden etliche, solche «Blechlein» und verloren sie wieder. Die ganze Sache mächte also den , Kindern keinen besonderen Eindruck und diese machten auch kein Aufhebens damit. Auf diese Weise erfuhr, auch kein Erwachsener et- was von der Sache und 'fand sich niemand bemüht'auf die Suche zu - ' . gehen: Andern Tags nahm der Junge seinen Fund mit in die Schule, . um .von seinem Lehrer Aufklärung über das sonderbare Zeug zu er- • halten. Dieser nun gab in verdarikenswerter Weise-umgehend telepho- nische Mitteilung an den Vorsitzenden des Historischen Vereins ünd .dieser .hinwiederum holte den Büben sofort aus der, Schule und^ ging mit ihm. an die Fundstelle. Hier nun konnten sie auf enger Fläche von einigen Quadratmetern den Hauptteil der'Münzen eigentlich auflesen. Das war am 18.- März. Der Schutthaufen wurde gründlich durchgeaf- . beitet und mit weiteren Münzen die frisch'gebrochenen Scherben'des Tongefässes geborgen, in'dem das Geld vergraben wurde. In einiger