- 78 — In dem tiefen Einschnitt der Tidrüfe erkennt man auch die riesige Mächtigkeit der nachfolgenden Hangverschüttung, welche wohl über 60 m betragen dürfte. Dabei sind die untersten Lagen mit Kalkzement verkittet. Ein interessantes Gegenstück zu dieser Felsgleitung ist im Saminatal in Form einer beidseitigen Moränengleitung vorhanden. Fig. 36 legt die Raumverhältnisse vor, wobei zu beachten ist, daß die beiden Rutschungen nicht genau gegenüberliegen. KRaiblerschicht Die Rutschung am westlichen Ufer ist wesentlich kleiner und liegt etwa 1/2 Km weiter talab als jene auf dem Ostufer. Von diesen Rutschungen sind hier nur große Massen von Erundmoränen der Würmeiszeit sowie darunter anstehende inter- glaziale Konglomerate ergriffen worden. Beide Rutschungen haben noch so frische Umrisse, daß sie erst in jüngster Zeit entstanden sein können. Sie liegen in dem mitt- leren Teile des Saminatäles, wo die Felssohle tief unter den Konglomeraten, Erundmoränen und Endmoränen begraben sein dürfte. Auch im Saminatal war hier die Eigenvergletscherung so stark, daß kein fremdes Eis bis Hieher eindringen konnte. Die innersten kristallinen Erratika finden sich, wie schon Ch. Schumacher erkannte, bei der Mündung des Valorschtales. KIK Muschelkalk p - Partnachschicht ^ Arlbergschicht Fig. 36. Lo Jnterglaziales Konglomerat OKI ^ Erundmoränen der Würmeiszeit Eleitungen im oberen Saminatal