- 45 - Die berühmten Sammlungen des K u n st h i st o r i s ch e n Museums erfuhren die Freigebigkeit des Fürsten in einem ganz besonderen Maße. Werke von Waldmüller, von dem zu früh verstorbenen genialen Johann Gualbert Rasfalt, dem un- vergleichlichen Schweizer Alexandre Calame, dessen Alpenbilder in ihrer großartigen Einfachheit und prachtvollen Farbengebung zu den Klasfigen Leistungen der neueren Landschaftmalerei ge- hören, von dem französischen Maler aus der Epoche des zweiten Kaiserreiches, dem Vertreter des „?a^ «age intime", durchdrungen von echter Heimatkunst und stimmungsvoller Ausfassung der Natur, Konstantin Troyon. Ferner schenkte der Fürst, welcher der „Oesterreichischen Gesellschaft für die archäologische Erforschung Kleinasiens" als Ehrenmitglied angehört, eine sehr große Summe für die mühfame und Kostspielige Erwerbung der historisch wert- vollsten Friese von Trysa in LvKien, eines ganz seltenen Bau- denkmales aus der voralexandrinischen Zeit. Die Genossenschaft der bildenden Künste ist die älteste Künstlervereinigung in Wien, welcher der Fürst als Stifter und Ehrenmitglied angehört und deren Bestrebungen von ihm in der liberalsten Weise durch Erteilung von Aufträgen und Ankauf von Bildern gefördert wurden. Die zahlreichen Aus- stellungen der Genossenschaft wurden aus den fürstlichen Bilder- beständen auf das Reichste beschickt und stets erregten diese Kunstschätze die unumwundene Bewunderung der Besucher und die. glänzende Anerkennung der Kritik. Seit dem Jahre 1864, dem Gründungsjahre, ist der Fürst Kurator des Oesterreichischen Museums für Kunst und Industrie, das sich in erster Linie die Förderung des einheimischen Kunstgewerbes zur Ausgabe stellt und dem das in der Feinheit des Geschmackes unübertroffene Wiener Kunsthand- werk seine vornehmste Blüte verdankt. Besser als durch alle ins Einzelne gehenden Schilderungen werden die Verdienste Sei- ner Durchlaucht sür diese hochbedeutsame Anstalt durch die eine