- 19 — Wiederherstellung der Gebäude zu betreiben oder den Ort aus Fülle des Verdrusses zu verlassen, aber jetzt bittet der Pfarrer den Fürst- bischof nm seine Verwendung." Der Fürstbischof willfahrte dieser Bitte schon am 22. März von Meran aus, wo er damals sich aufhielt. Das Guberuium antwortete dem Fürstbischof umgehend: Auf das Verehrliche vom 22. die Nachricht, daß man in der Angelegen- heit des Pfarrers von Balzers bereits an das allerhöchste Ort Gut- achten erstattet habe, worüber die allerhöchste Entschließung unterm 16. Körnung erfolget sei, daß mit dem Landvogt zu Vaduz aus selbsteigener Veranlassung des Herrn Fürsten Alois von Liechten- stein wegen Herstellung der abgebrannten Kirche lind des Pfarrhofes ein Aebereinkommen getroffen werden solle und daß solches sobald es über die unter einem erfolgende diesfällige Betreibung einlangen wird, unaufhältlich nebst der vom besagten Pfarrer wiederholten Bitte Sr. Majestät zur allerhöchsten Berücksichtigung werde vorge- legt werden. Man findet sich veranlaßt, das Kreisamt Bregenz zu eriuuern, das bereits unterm 3. d. M. abgeforderte Llebereinkommen mit dem Landvogt wegen Herstellung der abgebrannten Gebäude, weun es etwa wider Vermute» uoch nicht erfolgt sein sollte, sogleich zn treffen und das Resultat hier vorzulegen. Der Vogteiverwalter erhielt den Auftrag init der Gemeinde Balzers wegen des nötigen Bauholzes aus den Gemeindewaldungen zu verhandeln. Die Verhandlung fand erst am 4. Sept. zu Vaduz statt. Daran nahmen teil: Vogteiverwalter v. Steiger, Landvvgt Menzinger, Land- ammann Franz Anton Frick, Pfarrer Mähr und einige Bürger aus Balzers. Die Gemeinde bot sich zu allen Fuhr- und Handschichten an und auch zur Lieferuug alleu Bauholzes für Kirche, Pfarrhof und Stall unter der Bedingung, daß die neue Kirche größer als die alte uud auf einem geeigneter« Platz oberhalb der Landstraße in freier, feuersicherer Lage erbaut werde, was zugesagt wurde. Im Juni 1802 beauftragte das Gubernium den Baudirektor Barraga für den Pfarrhof neue Pläne zu machen. Barraga begab sich also wieder uach Balzers. Er fand, daß es unumgänglich notwendig sei, den ganzen Psarrhof zur Erhaltung des ohnehin schon beinahe 7 Jahre der freien Witteruug blosgestellten Gemäuers und der Ge- wölbe ehetunlichst einzudecken. Diese Eindecknng soll aber nicht nur