— 114 — irgend einem anderen Bodendenkmale älterer Zeit in der Nähe, das spurlos zugrunde gegangen, möglicherweise aber heute noch auffind' bar sein kann. Es mag sich da wirklich um Fundamente vorge- schichtlicher Hausanlagen handeln; denn daß auch eine prähistorische Besiedlung für Maureu vorausgesetzt werden muß, ist nach den zahlreichen Funden einzelner Gegenstände)̂ und, wie es scheint auch von Gräbern wohl kaum zu bezweifeln. Es kann sich aber auch ebensogut um eine römische Villa, rustioa. handeln. Die mittelalterliche Besiedelung von Mauren reicht nach Kaiser^) sehr weit zurück; er nennt allerdings keine Jahrzahlen und es ist mir auch nicht gelungen, die Quellen für seine Angaben über dieses Dors aufzufinden.^) Ich sehe Mauren zum erstenmal urkundlich im Churer Einkünfterodel von 1290—1298 (Muron) genannt;^) es erscheint dann wieder 1318/) Ich möchte daher Eschen, das schon im IX. Jahrhundert quellenmüßig nachgewiesen werden kann/) für wesentlich älter halten. Vielleicht ist daher der Hausberg von Mauren mit Eschen in nähere Verbindung zu bringen, wofür die Volkstradition spricht; denn wohl nur aus dieser hat Kaiser den Namen der Burg Eschinerberg geschöpft. Eschen hatte sein eigenes Adelsgeschlecht, das allerdings auch erst im 13. Jahrhundert nachweisbar ist.') Sein Schloß stand, wie I. B. Büchel mir mitteilt, im Weiler Müsinen bei Eschen. Es läßt sich also, wie man sieht, von feiten der historischen Forschung so- 1) Der bedeutendste davon ist zweifellos das Schwert, das dem Beginn der Hallstattzeit angehört (c. 1200—1000 v. Chr); vgl. darüber Rechenschafts- bericht des Ausschusses des Vorarlb. Museums-Ver. in Bregenz IX. (1867) S. 5, ebda. XIII. (1873) S. 5, ebda. XVI. (1877) S. 12, Mitt. d. Zentralkom. XVIII. (1873) S. 30, Sacken, ebda. N. F. XIII. (1887) S. 0I.XX, Jenny. Katalog d. präh. Sammlg. im Vorarlb. Landes-Mus. S. 10, Jahrb. d. histor. Ver. f. d. F. Liechtenstein IV. (1S04) S. 239 und IX. (1909) S. 11 Schädler. 2) L. c. S. 162. ") Auch Kanonikus I. B. Büchel, einer der besten Kenner der Ge- schichte Liechtensteins, hat, wie er mir freundlichst schriftlich mitteilt, darüber nichts finden können. <) Mohr, Cod. dipl. II. S. 100. s) Jahrb. d. histor. Ver. f. d. F. Liechtenstein IX. (1909) S. 30. Büchel. °) Im sog. Churer Einkünfterodel, der nach G. Caro (Mitt. d. Bl. f. öst. Geschforschg. XXVIII. (1907) S. 261) und W. Oechsli (Anz. f. schweiz. Gesch. (1908) S. 265) nunmehr als Reichsgüterverzeichnis aus der Zeit von 825—831 anzusprechen ist, erscheint es als Lsss,ns (Mohr Cod. dipl. I.