— 51 — tingents beigezogen. Sonst kam hier nichts Bemerkenswertes mehr vor. Gegen Ende Juli übernahm Oberstleutnant Niedermayer wieder das Bataillonskommando. Am 23. Juli hatte sich Rastatt auf Gnade und Ungnade ergeben, nachdem bereits am 7. Juli ganz Baden von der Revo- lution befreit und beiläufig 10,000 Flüchtlinge und darunter die Anführer in der Schweiz entwaffnet worden waren. Der Feldzug war somit zu Ende. Die preußischen Exekutions- truppen bezogen überall im Laud Staudquartiere und die ver- schiedeneu Bundeskontingente des Peuker'schen Korps wurden nach und nach in die Heimat abgeschoben. Das Hohenzollern-Liechtensteiner Bataillon verließ Heidelberg am 8- August und bezog bis 20. Quartiere in Wisloch, vom 21. bis 27. in Nekargemünd und trat am 28. den Rückmarsch in die Heimat an- Am 28. August iu Siuzheim, am 29. in Langenbrücken, am 30. über Lahr nach Seelbach. Am 1- September von Seelbach nach Hausach, am 2. in Nußbach, am 3. und 4. in Villingen; am 5. in Geisingen und am 6- in Ach, von wo die Hohenzollernschen Kontingente am 7. August nach Sigmaringen und der Liechtensteiner Schützenzug nach Stockach abgingen. Am 8. September war Rasttag in Stockach und am 9. mar- schierte der Schützenzug nach Ludwigshafen am Bodensee, von wo er mittelst Dampfbootes nach Bregenz befördert wurde- Nach der Landung in Bregenz besichtigte der Korpskommandant k. k. Feldmarschalleutnant Fürst Karl Schwarzenberg den Zug, ließ defilieren und lud die Offiziere zur Tafel ein, die Mann- schaft wurde einquartiert. Nächmittag ordnete der Korpskommandant ein Scheiben- schießen durch einige ausgewählte Schützen an, um die Treffsicherheit der Wildischen Büchsen (mit denen das Kontingent ausgerüstet war), die auch eine bedeutend größere Tragweite als die öster- reichischen Jägerstutzen hatteu, zu erproben. Es wurde auf 300 Schritte geschossen und war das Resultat befriedigend. Am 10. September marschierte das Kontingent nach Hohen- ems und am 11. über Feldkirch nach Vaduz, am 13. wurde es