Anlässlich der Jubiläums- versammlung stellen sich der amtierende Vereins- vorstand sowie der Ge- schäftsführer dem Photo- graphen. Von links nach rechts sind zu sehen: die Vorstandsmitglieder Alfred Goop, Volker Rheinberger, Veronika Marxer, Rupert Quaderer (zugleich Ver- einsvorsitzender), Marie- Theres Frick, Norbert W. Hasler, Helmut Konrad sowie Geschäftsführer Klaus Biedermann. ein und der Viehversicherungsverein, widmen sich hauptsächlich der Lösung praktischer Fragen und haben auch dem Lande schon manchen Nutzen ge- bracht. ... Der historische Verein werde ihnen aber keinerlei Konkurrenz machen.» Der Historische Verein werde also Vereinen, die sich «der Lösung praktischer Fragen» widmeten und dem Lande «Nutzen» brächten, keinerlei Kon- kurrenz machen. Ja, was wollte er dann? Wem diente denn dann sein Dienst? War er am End gar Tand? Teufelszeug? Hatte Rheinberger doch Recht mit seinen Mahnungen? «An die Freunde der Geschichte des Fürstentums Liechtenstein ergeht folgende Einladung: Am Sonn- tag den 10. Februar 1901, nachmittags 3 Uhr, wird im Saale von Herrn Kirchthaler in Vaduz eine Ver- sammlung stattfinden, welche den Zweck hat, einen historischen Verein für das Fürstentum Liechten- stein zu gründen.» Wer nun glaubte, dies habe allein die Pflege der Traditionen und ein tabakrauchumnebeltes Rück- besinnen auf die guten alten Zeiten zum Zwecke, der irrte. Ebengenanntes Protokoll zur Kirchthaler Versammlung bringt es an den Tag: «Durch das Studium der Vergangenheit lernen wir die Gegenwart begreifen und damit eröffne sich ein Blick in die Zukunft.» Was uns Nachgeborenen heute noch staatskirchen- tragende Probleme bereitet, musste doch bereits vor 100 Jahren bei den Kirchgängern für kollektive Koliken sorgen: «Der Blick in die Zukunft»: Las man früher aus dem Herzen gemeuchelter Heiden- cäsaren den Fortbestand der Welt, so sollten nun 12