geschaffen wurde. Sie untersuchte den Ist-Zustand — darunter auch das «Image der Schweiz» durch eine detaillierte Umfrage bei diplo­ matischen, konsularischen und andern schweizerischen Vertretungen im Ausland — und legte Ende 1974 eine Gesamtkonzeption vor. Sie bewertete den Pluralismus von Organisationen als positiv, schlug aber ein Organ vor, das die-Programme «rationalisiert und koordi­ niert».7 Mit dieser Funktion ist die Koordinationskommission 1976 dauernd betraut worden.8 In der Bundesrepublik Deutschland liegen die Verhältnisse ähnlich; nach Auskunft des Direktors von «Inter Nationes» ist die Situation «keineswegs übersichtlich». Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung und die Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes leisten zwar den Hauptteil der auswärtigen Informations- und Kul­ turarbeit; daneben sind aber noch eine Reihe von subventionierten, doch weitgehend selbständigen sogenannten Mittlerorganisationen tätig, so das Goethe-Institut (mit 100 Zweigstellen im Ausland), Inter Nationes in Bonn-Bad-Godesberg, der Deutsche Akademische Aus­ tauschdienst, das Institut für Auslandbeziehungen in Stuttgart und andere.9 Gegenwärtig wird eine bessere Koordination angestrebt. Die Diskussion dreht sich dabei vor allem um die Alternative: Zentrali­ sation — und damit politische Regierungsabhängigkeit — oder Plu­ ralismus von Institutionen und Inhalten.10 Auch die französische Regierung hat 1974 mit der «Delegation a Pin­ formation» ein Koordinationsorgan geschaffen.11 In vielen Ländern ist die wirtschaftlich ausgerichtete Landeswerbung organisatorisch von der allgemeinen und politischen getrennt, wie im Grossherzogtum Luxemburg, wo die Information im Ausland neben dem «Service In­ formation et Presse du Gouvernement» vor allem durch den «Service d'Expansion commerciale» und das «Office national du Tourisme» geschieht.12 Frankreich unterhält ebenfalls eine Reihe von speziellen Institutionen für die französische Wirtschaftswerbung im Ausland, 7 Bericht der Koordinationskommission, a. a. O., S. 103. 8 Bundesgesetz vom 19. März 1976; Verordnung des Bundesrates vom 20. Oktober 1976. 0 Freundliche Auskunft von Dr. Götz Fehr, Vorstand von Inter Nationes, Bonn- Bad Godesberg, an den Verfasser, 28. April 1977. 10 Vgl. etwa Hans Schwab-Felisch, «Im Dienst — aber in welchem?», Frankfurter Allgemeine, 4. April 1977. 11 Marc Dandelot et Franfois Froment-Meurice, France, (^d. La Documentation Franjaise) Paris 1975, S. 135. 12 Freundliche Auskunft von M. Jean Picard, Adj. du Service Information et Presse, Ministere d'Etat, Luxembourg, an den Verfasser, 30. Juni 1977. 156