Volltext: Das Haus Liechtenstein in den böhmischen Ländern vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert

Band 5 der Veröffentlichungen der gemeinsamen Liechtensteinisch-Tschechischen Histo 
rikerkommission vereinigt die Ergebnisse von zwei von der Kommission in Auftrag gege 
benen Forschungsprojekten. Es geht dabei um zentrale Themen der Geschichte des Hauses 
Liechtenstein in den böhmischen Ländern, erstmals umfassend dargestellt: Besitzungen, 
Rechte, Verwaltung. 
Christoph Maria Merki folgt detailliert der Besitzgeschichte des Hauses Liechtenstein in den 
böhmischen Ländern. Sie begann im Jahre 1248 mit dem Erwerb von Nikolsburg/Mikulov. 
Von da an agierten die Liechtenstein als grenzüberschreitende Dynastie im Bereich Öster 
reich und Mähren, wachsend an Gütern, Rechten, Einfluss und Rang, ab dem 17. Jahrhun 
dert gefürstet, ab Anfang des 18. Jahrhundert zugleich das Fürstentum Liechtenstein regie 
rend. Doch gingen Besitz und Rechte in der Tschechoslowakei im Zuge der Bodenreform 
der Zwischenkriegszeit zur Hälfte und infolge der Konfiskationen 1945 zur Gänze verloren. 
Josef Löffler stellt minutiös die Verwaltung der fürstlich-liechtensteinischen Besitzungen 
in den böhmischen Ländern von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zu deren Ende 1948 
dar. Die Besitzungen waren verstreut und vielfältig, die Rechte der Herrschaft ausgedehnt. 
Wirtschaftlichkeit, Finanzen, Kontrolle, zentrale und örtliche Befugnisse, Beschäftigte vom 
Beamten bis zur Magd und zum Taglöhner, alles war zu regeln und zu kontrollieren und 
immer wieder neu zu organisieren. Die Grenzen zwischen staatlichen, grundherrlichen und 
privaten Funktionen waren fliessend. Verwaltung war alltägliche Herrschaft. 
ISBN 978-3-906393-69-8
	        

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