Volltext: Liechtenstein 1999-2008

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zur Swisscom Die Regierung konnte mit der Swisscom einen bewährten Partner für die in den letzten Jahren arg strapazierte liechtensteinische Festnetztelefo- nie gewinnen. Für die Telefonkonsumenten soll dies innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre eine deutliche Verbesserung bringen. [...] Konkret sollen die Beziehungen zwischen der Netzbetreiberin LTN und der Telecom FL, einer 100-prozentigen Swisscom-Tochter, neu gestaltet werden. Dadurch sollen bestehende operative Probleme in der Leistungserbringung gelöst werden. Ein Swisscom-Vertreter wird Einsitz im LTN-Verwaltungsrat nehmen. Bis Ende dieses Jahres soll die Swisscom eine Minderheitsbeteiligung an der LTN erwerben. Per Ende 2003 soll daraus eine Mehrheitsbeteiligung werden. Rita Kieber-Beck stellte allerdings klar: „Das liechtensteinische Netz steht nicht zur Disposition, dieses bleibt im Besitz des Staates”. [...] Liechtensteiner Volksblatt, 23. Mai 2002, Seite 1. Im Zeichen des Umbruchs Das Land Liechtenstein kauft das Telefonnetz von der LTN Liechtenstein TeleNet AG für 25 Millionen Franken zurück. Dem stimmte der Landtag gestern einhellig zu. Dies soll die Entwicklung der Telekommunikation in Liechtenstein sichern. Die Parlamentarier aller Parteien unterstrichen, wie wichtig es sei, dass das Land Liechtenstein die Telekommunikationsinfra- struktur wieder in Händen habe. Negative Beispiele im Ausland zeigten die andere Seite der Privatisierung. Der Nachtragskredit für die Rückerstattung an die LTN beträgt 25 Millionen Franken. Die LTN hatte diese 25 Millionen Franken dem Land, das Alleinaktionär ist, 1998 für das Telekommunikations- netz bezahlt. Nun erhält die LTN die Summe zurück. [...] Liechtensteiner Volksblatt, 14. März 2003, Seite 9. LTN und Telecom fusionieren Für den liechtensteinischen Telekommunikationsmarkt ist eine „liech- tensteinische Lösung” vorgesehen. Die Swisscom selbst wird keine Ver- pflichtungen mehr in der liechtensteinischen Grundversorgung eingehen. Vielmehr will sie ihre Tochterfirma, die Telecom FL AG, an die Regierung bzw. das Land Liechtenstein verkaufen. Anschliessend soll die Liechtenstein TeleNet (LTN) die gekaufte Firma übernehmen. Die beiden Firmen werden dann zu einem einzigen Unternehmen zusammengeführt, das künftig für die Grundversorgung zuständig ist. [...] Liechtensteiner Vaterland, 7. Juni 2003, Seite 
1. In einer Hand Die „Liechtenstein-Lösung” für die Telekommunikation ist perfekt. Die Abgeordneten waren sich einig. 24 der 25 Abgeordneten im Parlament stimmten am Mittwoch einem Nachtragskredit von 25 Millionen Franken zu. Mit einem als dringlich erklärten Finanzbeschluss des Parlaments kann die Liechtenstein TeleNet AG (LTN) der Swisscom Fixnet AG die Telecom FL AG (TFL) abkaufen. Telefonieren vom Festnetz liegt damit in Liechtenstein wieder in einer und in staatlicher Hand. „Nach der Zusammenführung der Wertschöpfungskette werden die Synergien schnell greifen”, zeigte sich Regierungschef-Stellvertreterin Rita Kieber-Beck zuversichtlich, eine nach- haltige Lösung gefunden zu haben. Mit dem Nachtragskredit zum laufenden Haushalt von 25 Millionen Franken, den das Parlament beschloss, wird das Aktienkapital der LTN Liechtenstein TeleNet Aktiengesellschaft von 40 auf 65 Millionen Franken erhöht. Der Kredit ist nötig, um den Kauf der Telecom FL und die Umstrukturierung des Zusammenschlusses zwischen LTN und TFL zu finanzieren. [..] Liechtensteiner Volksblatt, 18. September 2003, Seite 1.
	        

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