Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2019)

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MITTWOCH 
11. DEZEMBER 2019 
«HalbeHalbe» 
Für eine wirksame 
Gleichstellungs- 
politik 
Der Verfassungszusatz «Die ausge- 
wogene Vertretung von Frauen und 
Männern in politischen Gremien 
wird gefördert» strebt eine wirksa- 
me Gleichstellungspolitik an, ohne 
Bewährtes infrage zu stellen. 
Ich habe unterschrieben. Unter- 
schreibe auch du! 
Agnes Dentsch, Ruggell; 
Bettina Eberle-Frommelt, Balzers; 
Claudia Heeb-Fleck, Schaan; 
Claudia Robinigg-Büchel, Mauren; 
Conny Büchel Brühwiler, Vaduz; 
Edith Hilbe, Vaduz; 
Elfriede Quaderer, Schaan; 
Elisabeth Sele, Vaduz; 
Eva Frommelt-Mengou Tata, Schaan; 
Gabi Büchel Meier, Mauren; 
Harry Hasler, Eschen; 
Janine Köpfli, Schaan; 
Judith Oehri, Ruggell; 
Marco Schädler, Triesenberg; 
Margot Sele, Vaduz; 
Mathias Ospelt, Vaduz; 
Melanie Vonbun-Frommelt, Schaan; 
Rupert Quaderer, Schaan; 
Stefan Becker, Vaduz. 
Begriff sverwirrung 
als gezielte Taktik 
Das ist einer der Gründe, weshalb 
politische Diskussionen mit Linken 
in der Regel ein schwieriges, um 
nicht zu sagen aussichtsloses Unter- 
fangen sind. Eine präzise Sprache 
wird strikt vermieden. Zum Beispiel 
wenn sie – der Klassiker schlechthin 
– vom «Kapitalismus» reden; vom 
«Neoliberalismus», von der «sozia- 
len Gerechtigkeit» von «Migranten» 
und «Flüchtlingen», oder von 
«Chancengleichheit».  Oder denken 
wir an die sogenannten «Menschen- 
rechte», wo sie die ursprüngliche 
Idee von Abwehrrechten in An- 
spruchsrechte verdreht haben. Was 
wird alleine damit für Schindluder 
betrieben! Sie drehen und wenden 
die Begriffe, wie es ihnen passt, 
oder wie es die Situation gerade er- 
fordert. Die einzelnen Worte stehen 
für alles und gleichzeitig für nichts; 
verwandeln sich in Allzweckwaffen. 
Das Ziel ist die Einnahme der unan- 
gefochtenen Diskurshoheit. Immer 
und überall! 
Ein kleines Beispiel? Das Initiativ- 
komitee von «HalbeHalbe» bietet 
Anschauungsunterricht. Da heisst 
es zum Beispiel: «(…) Wenn schon 
Frauen und Männer vor dem Gesetz 
gleich sind, sollte dies auch in der 
Wirklichkeit so sein. Davon ist 
Liechtenstein bezüglich der Chan- 
cengleichheit noch weit entfernt.» 
Wie ist die Aussage zu verstehen? 
Vermutlich soll damit gesagt wer- 
den, dass Gremien und Institutio- 
nen von Frauen und Männern in ei- 
nem ausgewogenen Verhältnis be- 
setzt wären, wenn eine Chancen- 
gleichheit gegeben wäre. Oder mit 
anderen Worten: Wo keine Ergeb- 
nisgleichheit vorliegt, liegt der 
Grund zwingend in einer fehlenden 
Chancengleichheit (und damit muss 
Diskriminierung vorliegen)! 
Damit werden unter anderem zwei 
unverrückbare Punkte linker Argu- 
mentation bestätigt. 
1. Ergebnisgleichheit ist uneinge- 
schränkt positiv und muss deshalb – 
koste es, was es wolle – durchge- 
setzt werden. 
2. Einzige Determinante für die Er- 
gebnisgleichheit ist die Chancen- 
gleichheit. Natürlich wissen auch 
die Linken, dass dem nicht so ist. 
Dass Ergebnisse selbstverständlich 
noch von anderen Dingen abhän- 
gen. Von Begabungen, Interessen, 
Präferenzen etc. Aber dafür, dass 
ein bestimmter Mensch an gewissen 
Dingen eben kein oder weniger In- 
teresse, oder eben einfach andere 
Präferenzen hat, kann man nicht al- 
le anderen verantwortlich machen. 
Interesse, Talent, Hingabe etc. kann 
man von anderen Menschen nicht 
ständig für wieder andere einfor- 
dern, oder Regierungen und Politik 
damit erpressen und vor sich her- 
treiben. Wenn man alles auf eine 
«fehlende Chancengleichheit» ein- 
dampft, dann ist das alles möglich. 
Dazu auch noch im Namen des ver- 
meintlich «Guten». So hanebüchen 
die Vorwürfe auch sind. 
Hans Mechnig, 
Tröxle 46, Schaan 
Goop’sche Schule 
Ravenna als 
gute Gelegenheit 
Eine kleine Adventsgeschichte 
für die Liechtensteinerinnen und 
Liechtensteiner. 
Derzeit wohne ich in Ravenna, 
der dreimaligen Hauptstadt Itali- 
ens. Die kulturelle Vielfalt Ravennas 
ist beispiellos, hier kann man wun- 
derschöne und seltene Mosaiken 
aus der Zeit Roms, Theoderichs 
des Grossen und Justinians aus 
Byzanz bestaunen. 
In Ravenna bin ich, um die itali- 
enische Sprache zu erlernen und 
zu studieren. Insgesamt werde ich 
sechs Monate hier verbringen. 
Als ich erstmals die Scuola Palazzo 
Malvisi betrat, hat mich deren Di- 
rektor Michele Merola sehr freund- 
lich empfangen. Dabei stellte er mir 
seine Frau vor, die die Präsidentin 
dieser Schule ist. Ich habe ihr mei- 
nen Namen gesagt und sie hat sich 
als Sandra Goop vorgestellt. 
Überrascht habe ich sie in Dialekt- 
form gefragt, ob sie aus Schellen- 
berg komme. Das sei so, antwortete 
sie, eine Schellenbergerin und 
Liechtensteinerin sei sie. Eine Ge- 
schichte, wie sie nur Liechtenstei- 
ner als besonders zu erkennen ver- 
mögen. So wenige gibt es und doch 
trifft man Liechtensteiner auf der 
ganzen Welt. 
In der Schule sind einige wirklich 
ausgezeichnete und erfahrene Leh- 
rer, wahre Sprachvermittler, tätig. 
Neben den Kursen gibt es ein viel- 
fältiges kulturelles Programm, so- 
dass ich heute die besondere Ge- 
schichte Ravennas gut kenne. 
In der italienischen Abteilung sind 
lernende, junge und ältere Erwach- 
sene aus vielen Ländern hier. Einige 
der Studenten bereiten sich auf die 
DILI-B2- oder CALC-C1-Prüfungen 
vor. Die Gruppen- oder Einzelstun- 
den sind persönlich gestaltet. 
Es gibt zusätzlich eine englische 
Abteilung, die Schülern hilft, sich 
auf die anerkannten Cambridge- 
Prüfungen vorzubereiten. 
Sandra, die Schellenbergerin, ist ei- 
ne sehr freundliche und zugewand- 
te Frau, und auf meine Frage, nach 
dem Wie und dem Woher, liess sie 
mich den Goop-Stammbaum anse- 
hen. Sie stammt aus der Linie Karl 
Goops (1873–1961). Georg, Karls 
Sohn und Sandras Grossvater, wan- 
derte in den 1920er-Jahren aus wirt- 
schaftlichen Gründen nach All- 
schwil im Kanton Basel-Land aus. 
Sandras Vater ist Rudolf Goop (1931– 
1990). Heute gibt es einige Goop-Fa- 
milien in Allschwil. 
Sandra und Michele sind die Inha- 
ber der Schule Palazzo Malvisi. Bis- 
her sind einige Lernende aus der 
Schweiz gekommen, aus Liechten- 
stein bin ich jedoch der Erste. Dabei 
ist es im Umgang mit Sandra wie in 
Liechtenstein, man kennt und res- 
pektiert sich. 
Wenn es in Liechtenstein Personen 
gibt, junge Erwachsene und solche 
jeden Alters, die gut Italienisch ler- 
nen möchten, kann ich die Schule 
in Ravenna wärmstens empfehlen. 
Die Lehrer sind ausgezeichnet. Und 
Sandra kümmert sich um die Ler- 
nenden. Zur Homepage führt die 
Adresse www.palazzomalvisi.com. 
Interessierte können auch mich per- 
sönlich anschreiben, an meine un- 
ten aufgeführte Post-Adresse. 
Also nehmen Sie sich ein Herz, ma- 
chen Sie Pläne und setzen diese um. 
Als Preis winkt Ihnen, eine neue 
Sprache zu sprechen, nämlich die 
Sprache unserer Nachbarschaft Ita- 
liens. Alles Gute für Sie! 
Reto Walter Brunhart, ul. Vegova 2, 
1000 Ljubljana (Slowenien) 
Quartierstrassendebatte 
Tempo 30 oder 40? 
Der Dezember-Landtag hat 
mehrheitlich beschlossen, dass in 
Liechtenstein – im Gegensatz zur 
Schweiz – in Zukunft neben Tem- 
po-30- und Tempo-50- auch Tempo- 
40-Zonen erlaubt sein sollen. Der 
Verkehrs-Club Liechtenstein (VCL) 
begrüsst jede Geschwindigkeitsre- 
duktion auf Quartierstrassen, hält 
aber aus sachlichen Gründen Tem- 
po 30 für die richtige Regelge- 
schwindigkeit. 
Der wichtigste Grund für Tempo 
30 und gegen Tempo 40 sind die 
viel weniger schweren Unfallfolgen; 
klar dargelegt in einem Artikel von 
Professor Walz vom Institut für 
Rechtsmedizin der Universität Zü- 
rich. Im Artikel, gedruckt in der 
«Schweizerischen Ärztezeitung» 
(Ausgabe 26/1994), werden die 
schrecklichen Unfallfolgen bei 
Kollisionen von Auto mit Fuss- 
gänger dargelegt und das dras- 
tische Ansteigen der Verletzungs- 
schwere der angefahrenen Fuss- 
gänger bei Kollisionsgeschwindig- 
keiten über etwa 30 km/h grafisch 
dargestellt (siehe www.vcl.li). Aber 
auch Kollisionsgeschwindigkeiten 
von 20 bis 30 Stundenkilometern 
sind für die am häufigsten betroffe- 
nen Fussgängerinnen und Fussgän- 
gern, also jenen über 60 Jahren und 
Kindern von 5 bis 9 Jahren, keines- 
wegs harmlos. 
Tempo 40 ist also keine echte Alter- 
native zu Tempo 30. Die Kollisions- 
geschwindigkeit ist durchschnittlich 
noch so hoch, dass schwere – oft so- 
gar tödliche – Verletzungen unver- 
meidlich sind. 
Die Unfallfolgen einer Kollision bei 
Tempo 50 (im Gegensatz zu Tempo 
30) sind erschreckend: Dadurch 
sterben etwa 40 Prozent der ange- 
fahrenen Fussgänger, 43 Prozent 
landen im Spital, gegenüber nur 
5 beziehungsweise 30 Prozent bei 
Tempo 30. Wer mit dem Auto im 
Quartier schneller als Tempo 30 
fährt, geht also das hohe Risiko ein, 
bei einem Unfall einen Menschen 
schwer oder gar tödlich zu verlet- 
zen. Eine Kollision mit Tempo 30 
entspricht dem freien Fall aus einer 
Höhe von 3,5 Metern, Tempo 40 ei- 
nem Fall aus 6,3 und Tempo 50 aus 
9,9 Metern. 
Daher unterstützt der VCL Tempo 
30 auf Quartierstrassen. Tempo 30 
erhöht die objektive und subjektive 
Sicherheit der schwächeren Ver- 
kehrsteilnehmer und hilft, viel 
menschliches Leid zu vermeiden. 
Der Vorstand des Vekehrs- 
Club Liechtenstein (VCL) 
Rentendebatte 
Zur Replik von 
Herbert Elkuch 
im «Volksblatt» 
vom 9. Dezember 
Lieber Herbert, danke für deine Re- 
plik und die Klarstellung. Das hat 
für mich im Landtag wirklich an- 
ders geklungen, als dass es offenbar 
von dir beziehungsweise euch ge- 
meint war. Tut mir leid, wenn ich 
aufgrund dieses Missverständnisses 
«dummes Zeug verbreitet» haben 
sollte. Beruhigend ist für mich zu 
hören, dass ihr keine Kürzungen 
forcieren wollt. Wir sollten nämlich 
die Leute, die im Land und damit 
auch mindestens indirekt für unser 
Land arbeiten – Inländer und 
Grenzgänger – nicht gegeneinander 
ausspielen. Vorausschauend erwar- 
ten uns bei den AHV-Sanierungs- 
massnahmen, die wiederum allen 
wehtun werden. 
Ziel der VU-Motionäre war es, dafür 
eine dämpfende Wirkung mithilfe 
der unerwartet hohen «Extra-Ein- 
nahmen» durch die Spielbanken 
herbeizuführen. Der Umstand, dass 
viel Geld ins Ausland fliesst, ist in 
der Aufstellung unserer Volkswirt- 
schaft und dem Gleichbehandlungs- 
grundsatz in unseren Sozialwerken 
begründet. Mit Spannung erwarte 
ich bei diesem Thema, wie es mit 
der österreichischen Indexierung 
der Familienbeihilfe weitergeht. 
Sollten die Österreicher damit vor 
dem EuGH durchkommen, würde 
das wohl eine europäische Revoluti- 
on rund um die Vermeidung von So- 
zialleistungsexport in Gang setzen. 
Dass sich praktisch jede Debatte im 
Landtag am Ende zu den Finanzzu- 
weisungen und zu den Vaduzer 
100-Franken-Gutscheinen hinbe- 
wegt, ist leider symptomatisch für 
die Neiddebatten, die im hohen 
Haus von gewissen Abgeordneten 
immer wieder forciert werden. Im 
Rahmen der Gemeindeautonomie, 
die wir ja in diesem Land hochhal- 
ten, kann die Gemeinde Vaduz das 
natürlich machen. Klar wäre es 
nachhaltiger für alle im Land, wenn 
wir zur Lösung dieser Ungleichge- 
wichte bei der Aufgabenentflech- 
tung zwischen Land und Gemein- 
den sowie beim Finanzausgleich an- 
setzen würden. Diesbezüglich kann 
es von Vorstehern geforderte, neue 
und gute Lösung nur geben, wenn 
die Regierung mit den Gemeinden 
auf Augenhöhe diskutiert. Das sei 
bis anhin leider nicht passiert, wie 
mir einige Vorsteher persönlich und 
andere in ihren medialen Reaktio- 
nen auf die neuerliche Vernehmlas- 
sung zu diesem Thema mitgeteilt 
haben. 
Solange Neid und das gegenseitige 
Ausspielen der Beteiligten höher 
eingestuft wird als die Lösungsfin- 
dung für den gemeinsamen Erfolg, 
werden wir bei diesen Themen lei- 
der keine nachhaltigen Fortschritte 
erzielen. 
Michael Winkler, 
Parteisekretär der VU 
5G-Mobilfunk-Netz 
Zum Nachdenken! 
Auch bei uns wird über die Strah- 
lung des neuen 5G-Mobilfunk-Sys- 
tems diskutiert – und natürlich wer- 
den alle Gesundheitsrisiken von 
den Mobilfunkanbieter negiert. 
Bedenklich ist die Nachricht, die 
uns aus der nordrhein-westfäli- 
schen Stadt Gelsenkirchen, dort hat 
der chinesische Konzern Huawei 
vor längerer Zeit das 5G-Netz einge- 
führt hat, erreicht: Das Gesund- 
heitsministerium des Bundeslandes 
bestätigte, dass dieses Jahr in einer 
Klinik innerhalb weniger Wochen 
drei Kinder mit verkrüppelten 
Händchen auf die Welt gekommen 
sind. Traurigerweise wurde mit die- 
ser Nachricht die Warnung des 
schweizerischen Bundesamts für 
Umwelt (BAFU) der «Destabilisie- 
rung der Erbinformation durch die 
Strahlung» bestätigt. 
Max Heidegger, 
Unterfeld 28, Triesen 
Elektrosensibilität 
und Gesundheit 
Gelesen auf www.ibes.ch: 
«Zahlreiche Studien zeigen, dass 
Elektrosmog, beziehungsweise nie- 
derfrequente magnetische Strah- 
lung die Gesundheit beeinträchtigt, 
wie Schlafprobleme, Kopfschmer- 
zen (Migräne), Schwindel, Schwä- 
chegefühl, Schilddrüsen- und Stoff- 
wechselprobleme, Depressionen, 
Tinnitus, Rücken- und Gelenk- 
schmerzen, Blasenschwäche. Laut 
Studien der WHO (Weltgesundheits- 
organisation) gibt es Hinweise auf 
Krebserkrankungen. 
Im Allgemeinen lassen sich die Pro- 
bleme elektrosensibler Menschen 
auf die negative Auswirkungen von 
Elektrosmog zurückführen. Dieser 
schadet der Gesundheit, bringt das 
biochemische Gleichgewicht durch- 
einander und bereitet dem Organis- 
mus eine Vielzahl an Beschwerden, 
für die sich keine anderweitig orga- 
nische Ursachen finden lassen. Bei 
empfindlichen Personen und Kin- 
dern können neurovegetative Stö- 
rungen schon bei geringen Feldstär- 
ke auftreten. 
Wissenschaftler aus 39 Ländern ha- 
ben die UNO, die WHO und die nati- 
onalen Regierungen aufgefordert, 
strikte Regelungen zum Einsatz von 
Handys und anderen Geräten, die 
elektromagnetische Felder erzeu- 
gen, festzulegen.» 
Quelle, wie bereits erwähnt, ist die 
Homepage www.ibes.ch. Hier findet 
man viele Informationen, die ver- 
ständlich erklärt werden.   
Wir bauen 5G-Antennen, um noch 
schneller im Internet surfen zu 
können. Smartphones, Laptops 
sind unerlässlich. Auch alle elektro- 
nische Geräte im Haushalt, wie 
Fernsehen, Mikrowelle, PC usw. er- 
zeugen elektromagnetische Felder. 
Wir atmen sogar CO2 aus. Stress in 
der Arbeitswelt, in den Schulen 
und auch im Privatleben, ungesun- 
de Ernährung und Mangel an Bewe- 
gung kommen hinzu. Fertig ist eine 
Krankheit. Die wiederum belasten 
nicht nur unseren Körper, sondern 
auch unsere Seele. Der Gang zum 
Arzt ist unerlässlich, die Gesund- 
heitskosten steigen. Ein kranker 
Mensch, egal ob jung oder alt, lei- 
det. Die Lebensqualität sinkt. Die 
resultierenden Ausfälle am Arbeits- 
platz und in den Schulen führen zu 
Problemen. 
Die Fragen lauten: Laut Kranken- 
kassenstatistik 2018 haben 86 Pro- 
zet der Bevölkerung Liechtensteins 
ärztliche «Dienste» in Anspruch ge- 
nommen. Das heisst nur 14 Prozent 
sind gesund? Warum? Werden wir 
in Zukunft kränker? Wo liegen die 
Ursachen? Wie beeinflusst der Kli- 
mawandel inklusive 5G-Antennen 
unsere Gesundheit? Was wird aus 
unseren Grundnahrungsmitteln? 
Fragen, über die wir nachdenken 
müssen. 
Agnes Dentsch, 
Poliweg 12, Ruggell 
LESERMEINUNGEN / FORUMSBEITRAG 
Datensicherheit 
Elektronische 
E-Mail-Signatur nun 
in der LLV eingeführt 
VADUZ Seit Ende November werden 
alle E-Mails der Landesverwaltung 
elektronisch signiert versendet. Die 
Umsetzung eines entsprechenden Re- 
gierungsbeschlusses wurde im Janu- 
ar 2019 gestartet und nun abgeschlos- 
sen, so das Amt für Informatik in der 
Pressemitteilung. Die neue elektroni- 
sche Signatur ermöglicht es dem 
Empfänger demnach zu überprüfen, 
ob eine E-Mail von einer Adresse der 
Landesverwaltung (einschliesslich 
Landespolizei, Gerichte und weitere 
verwaltungsnahe Organisationen) 
echt und vertrauenswürdig ist. 
«Es ist sozusagen ein elektronischer 
Identitätsnachweis, der die Her- 
kunft der E-Mail bestätigt», wird 
Amtsleiter Patrik Thoma zitiert. 
Durch diesen Nachweis kann die 
Identität der Person, die eine E-Mail 
elektronisch signiert versendet hat, 
zweifelsfrei festgestellt werden. «Da- 
durch können Phishing-E-Mails und 
andere Attacken durch Verifikation 
des effektiven Absenders identifi- 
ziert werden», erklärt Thoma. 
Der Empfänger erkennt die elektro- 
nische Signatur aufgrund eines Sig- 
natur-Symbols. Mit einem Klick auf 
das Symbol ist ersichtlich, von wem 
diese E-Mail signiert wurde. «Ent- 
hält eine E-Mail dieses Symbol, kann 
davon ausgegangen werden, dass sie 
vertrauenswürdig ist», führt Thoma 
weiter aus. 
Die Signatur-Funktion bedeute je- 
doch nicht, dass die E-Mail ver- 
schlüsselt ist, mahnt die Behörde 
weiter zur Vorsicht. Auch signierte 
E-Mails können extern abgefangen 
und deren Inhalt samt Anhängen 
kann gelesen werden. Das könne nur 
mit einer zusätzlichen E-Mail-Ver- 
schlüsselung verhindert werden, die 
nicht jedoch Bestandteil dieser Um- 
stellung sei. «Mit der neuen Signatur 
tragen wir dennoch zur Datensicher- 
heit bei, indem die Unverfälschtheit 
des Mail-Inhaltes sowie der effektive 
Absender verifiziert werden kön- 
nen», wird der Amtsleiter abschlies- 
send zitiert.   (red/ikr)
	        

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