Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2019)

FREITAG 
6. DEZEMBER 2019 | null 
Betrugsversuche 
«Falsche Polizisten» 
wieder aktiv 
VADUZ Aus aktuellem Anlass warnt 
die Landespolizei vor Anrufen von 
«falschen Polizisten»: Wie es in der 
Mitteilung vom Donnerstag heisst, 
seien mehrere Meldungen aus der 
Bevölkerung eingegangen, wonach 
ein hochdeutsch sprechender Mann 
angerufen und sich als Polizist aus- 
gegeben hätte. Die Trickbetrüger, 
die bevorzugt ältere Personen anru- 
fen, würden sich bei ihren Opfern 
als Polizisten unter dem Vorwand 
melden, dass der Sohn oder die 
Tochter der Angerufenen in einen 
Unfall verwickelt worden sei. Das ka- 
putte Auto sei nicht versichert, des- 
halb bräuchte der Angehörige Geld 
für eine Kaution, sonst drohe ihm 
die sofortige Haft, so der Anrufer. 
Die Dreistigkeit der Betrüger geht 
den Angaben zufolge so weit, dass 
bei Zweifeln im Hintergrund sogar 
eine weinende Person zu hören ist. 
Die Landespolizei richtet folgende 
Sicherheitshinweise an die Bevölke- 
rung: Dubiose Telefonate sofort be- 
enden; Geben Sie am Telefon keine 
Bankdaten oder Vermögensverhält- 
nisse preis; Die Polizei wird am Tele- 
fon niemals dazu auffordern, Geld 
zu beheben, Schmuck herauszuge- 
ben oder Bankdaten bekannt zu ge- 
ben; Im Zweifelsfalle konkret nach 
dem Namen des Beamten fragen und 
bei der Landespolizei rückfragen; 
Dubiose Anrufe unverzüglich bei 
der Landespolizei melden; Sprechen 
Sie mit Angehörigen über das Telefo- 
nat.   (red/lpfl) 
Nach Bremsmanöver mit verletzten Kindern: 
Busfahrer macht keine Schulfahrten mehr 
Massnahmen Die LIEmo- 
bil hat ihre Abklärungen 
nach dem Bremsmanöver 
eines Schulbusses am Frei- 
tag abgeschlossen und erste 
Massnahmen vorgenommen. 
Zudem habe sich der Fahrer 
entschieden, keine Schulbus- 
fahrten mehr zu machen. 
Am Freitagmittag ist es auf der 
Schulbusfahrt ab Schulzentrum Va- 
duz Mühleholz in Richtung Balzers 
zu einem starken Bremsmanöver ge- 
kommen, bei dem sich einige Schü- 
ler Verletzungen zugezogen haben – 
das «Volksblatt» berichtete. Wie nun 
die LIEmobil mitteilte, habe sie in 
Zusammenarbeit mit den betroffe- 
nen Schulen und dem verantwortli- 
chen Transportunternehmen (Post- 
Auto Liechtenstein Anstalt) in der 
Zwischenzeit zahlreiche Abklärun- 
gen vorgenommen und erste Ent- 
scheide über Massnahmen gefällt: 
 Das Transportunternehmen infor- 
miere, sensibilisiere und schule das 
Fahrpersonal, dass es bei jedem au- 
sserordentlichen Ereignis – wie eben 
dem starken Bremsmanöver vom 29. 
November – nicht noch bis zur 
nächsten Haltestelle weiterfährt, 
sondern umgehend schauen soll, ob 
etwas passiert ist. 
 Bei den nächsten Fahrer-Weiterbil- 
dungen würden die Erkenntnisse und 
Massnahmen aus dem Ereignis ver- 
tieft und das entsprechende Verhal- 
ten in solchen Situationen trainiert. 
 Der Unfallhergang vom 29. Novem- 
ber wird aktuell durch die Polizei 
(unter Einbezug der Beteiligten) ab- 
geklärt. 
 Der Fahrer vom 29. November hat 
sich entschieden, keine Schulbus- 
fahrten mehr zu machen. 
 Die PostAuto Liechtenstein Anstalt 
meldet sich mit einem Schreiben bei 
allen verletzten Kindern mit Informa- 
tionen zum weiteren Vorgehen betref- 
fend Versicherung. Zudem erhalten 
alle Kinder und Jugendlichen, die im 
betroffenen Schulbus waren, ein Info- 
Schreiben des Transportbetriebs. 
Schülerbus wegen Klima- 
Demonstration voll 
Wie die LIEmobil weiter schreibt, sei 
die Schulbusfahrt am Freitag stärker 
ausgelastet gewesen als die regulä- 
ren Schulbusse, weil zahlreiche 
Schüler die Klima-Demonstration in 
Vaduz besucht haben. «Die Planung 
der Kapazitäten erfolgt anhand der 
Stundenpläne und wird im regulä- 
ren Betrieb regelmässig überprüft. 
Das letzte Mal erfolgte dies Anfang 
November», so die LIEmobil. Sie 
werde dennoch zusammen mit Post- 
Auto prüfen, ob Möglichkeiten be- 
stehen, die stark belasteten Strecken 
zwischen dem Schulzentrum Mühle- 
holz und Vaduz sowie Schaan an 
Spitzenzeiten zu verstärken. 
Scheibe nicht grundlos zerbrochen 
Auch sei mehrfach die Frage gestellt 
worden, weshalb eine Trennscheibe 
im Fahrzeug in viele kleine Stücke 
zerbrochen ist und ob dies den Si- 
cherheitsvorgaben entsprechen 
würde: «Hier habe der Fahrzeugher- 
steller mitgeteilt, dass die Trenn- 
scheibe bewusst so konzipiert ist, 
damit sie beim Eintreffen eines Er- 
eignisses in unzählige Stücke zer- 
fällt», heisst es. «Dadurch kann ver- 
hindert werden, dass sich Fahrgäste 
an grossen Scheibenstücken lebens- 
gefährlich verletzen oder durch eine 
unzerbrechliche Scheibe, welche 
nicht nachgibt, wesentlich schwere- 
re Verletzungen zuziehen.» 
LIEmobil und PostAuto würden den 
Vorfall bedauern. Wie beide beto- 
nen, sei es ihnen ein grosses Anlie- 
gen, die Schüler sicher ans Ziel zu 
bringen. Sie wünschen allen betrof- 
fenen Schülern gute Besserung und 
hoffen, dass sich alle gut von dem 
Schrecken erholen.   (red/pd) 
Das «Volksblatt» berichtete u. a. am 4. Dezember über die Unglücksfahrt. 
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Helikopterbasis Balzers und Verwal- 
tungsrat der Heliport Balzers AG) 
nicht einverstanden sei und sich da- 
gegen zur Wehr setze davor ge- 
willigt wurden», obwohl das BAZL 
die Bewilligungsbehörde gewesen 
Mehrere verletzte Kinder, nachdem 
Schülerbus Vollbremsung hinlegte 
Unfall Bei einem Unfall im 
Schülerbus verletzten sich 
mehrere Kinder. Besorgte 
Eltern meldeten sich zu Wort 
und kritisieren den Fahrer 
und den «überfüllten» Bus. 
VON ALMA MUHAMEDAGIC 
Am Freitagmittag verunfallte ein 
Schülerbus auf der Marianumstrasse 
in Vaduz. Der Bus fuhr hinter einem 
Personenwagen. Als dieser bei der 
Ampel bremsen musste, leitete der 
Fahrer des Schülerbusses ebenfalls 
ein Bremsmanöver ein. Dadurch 
stürzten einige Schüler im Bus und 
verletzten sich. So weit die Mittei- 
lung der Landespolizei vom späten 
Montagnachmittag. 
Bereits am Freitagnachmittag begab 
sich das «Volksblatt» umgehend auf 
Recherche, nachdem eine Leserin 
den Vorfall der Redaktion meldete. 
Auf Anfrage verwies LIEmobil auf die 
verantwortlichen Partner: das mit 
Schülertransporten beauftragte Un- 
ternehmen Postauto Liechtenstein. 
Dieses wollte am Freitagnachmittag 
ebenso keine Aussage zum Vorfall 
machen. Die Landespolizei kündigte 
der Redaktion eine Medienmitteilung 
an. Erst nach vermehrtem Nachha- 
ken kam am Montagabend schliess- 
lich die Polizeimeldung. 
«Grobfahrlässiges Fehlverhalten» 
In den sozialen Medien schreibt eine 
besorgte Mutter: «Ich bin stinkesau- 
er!!!!!» Ihre Tochter hätte auch in 
diesem Bus gesessen. «Tauber und 
blinder Busfahrer – Kinder fliegen 
durch den Bus, Geschrei, Glas 
zerklirrt mit einem Knall und er 
fährt einfach bis ins Städtle – ohne 
auch nur einmal nachzuschauen», 
schreibt die Mutter weiter. «Mein 
Sohn war auch im Bus, er hat sich 
den Kopf fest angeschlagen», kom- 
mentiert eine andere Mutter. 
Der Busfahrer wäre gemäss der be- 
sorgten Mutter bei den Schülern als 
«Rowdy» bekannt. «Ich hoffe sehr, 
dass dieses grobfahrlässige Fehlver- 
halten dieses Fahrers am vergange- 
nen Freitag Konsequenzen haben 
wird», kommentiert die Mutter. 
Der Geschäftsführer der LIEmobil, 
Jürgen Frick, drückte sein Bedauern 
ebenfalls in einem Kommentar aus: 
«Ich verspreche, dass wir als LIEmo- 
bil den Vorfall nicht auf die leichte 
Schulter nehmen und die offenen 
Fragen klären werden.» Gegenüber 
dem «Volksblatt» meinte Frick, dass 
eventuell auch der Klimastreik am 
Freitag zu dem verstärkten Andrang 
an Schülern auf dieser Linie geführt 
hätte. Man werde aber beobachten, 
wie hoch der Bedarf ist und ob allen- 
falls ein weiterer Schülerbus not- 
wendig sei. 
Bei Postauto Liechtenstein will man 
sich derzeit weiterhin nicht zu dem 
Vorfall äussern, bis die genaueren 
Details besprochen sind und mit 
dem Busfahrer ein Gespräch geführt 
wurde. 
Der Schülerbus sei überfüllt gewesen, 
monieren Eltern. (Symbolfoto: Zanghellini) 
Projekt genehmigt 
Stein Egerta wird um 
6,8 Millionen saniert 
SCHAAN Das mittlerweile denkmalge- 
schützte Anwesen der Stein Egerta 
wird saniert. Der Schaaner Gemein- 
derat gab dafür am 13. November 
grünes Licht und genehmigte den 
entsprechenden Kredit von rund 6,8 
Millionen Franken, heisst es im Sit- 
zungsprotokoll. Da es sich um ein 
denkmalgeschütztes Gebäude han- 
delt, trägt das Land 40 Prozent der 
sanierungsrelevanten Kosten – an 
den Gesamtkosten machen diese je- 
doch nur zehn Prozent, also rund 
680 000 Franken, aus. In einer 
Machbarkeitsstudie war man ur- 
sprünglich von fünf Millionen Fran- 
ken ausgegangen. Allerdings zeigte 
sich im weiteren Projektverlauf, 
dass die Bewirtungsmöglichkeiten 
im Tend und die Küche zu knapp be- 
messen waren. Sie sollen in einem 
Neubau untergebracht werden, der 
aber nicht sichtbar unter dem Ter- 
rain gebaut wird. Zusätzlich werden 
beim Verwalterhaus auch die Boden- 
beläge und Oberflächen im Erd- und 
Obergeschoss erneuert. Im Haupt- 
haus soll ausserdem das Unterge- 
schosss abgesenkt werden, damit ei- 
ne niveaugleiche Ebene entsteht. Es 
ist geplant, mit den Bauarbeiten im 
Februar 2020 zu beginnen. Zunächst 
muss gemäss Protokoll aber noch 
das Baugesuch eingereicht werden. 
Der Bau selbst soll in drei Etappen 
erfolgen: Zunächst wird das Verwal- 
terhaus saniert, das bis zum nächs- 
ten Sommer fertig sein soll. Im drit- 
ten Quartal folgt dann der Tend. 
Nach einer rund einjährigen Bauzeit 
soll im dritten Quartal 2021 schliess- 
lich das Haupthaus angegangen wer- 
den. Die Gemeinde rechnet damit, 
dass das Gesamtprojekt Ende 2022 
abgeschlossen werden kann. Semi- 
nare können laut dem Protokoll 
auch während der Arbeiten abgehal- 
ten werden, notfalls gibt es im neu- 
en Feuerwehrdepot aber Ausweich- 
möglichkeiten.   (df) 
In drei Etappen soll die Stein Egerta 
saniert werden. (Foto: Nils Vollmar) 
Wenn die Liebe vor Gericht endet 
Gewalt Häusliche Gewalt gibt es leider auch in Liechtenstein, wie der Donnerstag zeigte. Gleich vier Beziehungstaten stan- 
den auf der Agenda des Landgerichtes. Eine Verhandlung wurde jedoch abberaumt, da die Beteiligten nicht erschienen sind. 
Frau im Streit mit 
Messer bedroht 
So 
hatte sie ihren Ex-Partner 
noch nie erlebt, schildert die 
Zeugin vor dem Landgericht. 
Als dieser herausgefunden hatte, 
dass sie ihn betrogen hatte, for- 
derte er die Nummer des neuen 
Freundes. Der Streit artete aus 
und der 31-Jährige drohte seiner 
Partnerin damit, sie mit einem 
Messer im Gesicht zu verletzen, 
wenn sie nicht aufhören würde zu 
weinen. In seiner Rage drohte er 
allerdings auch damit, sich selbst 
das Leben zu nehmen. Das war 
am 22. Juli. Am Donnerstag muss- 
te sich der Mann, der ursprüng- 
lich aus dem Irak stammt, nun 
vor dem Landgericht verantwor- 
ten. 
Der Angeklagte stritt die Tat zwar 
nicht ab, meinte allerdings auch, 
dass die Behauptungen seiner Ex- 
Frau nicht vollständig richtig wa- 
ren. So habe er nicht direkt damit 
angedroht, ihr einen Schnitt ins 
Gesicht zu verpassen. Vielmehr ha- 
be die Drohung ihm selbst gegol- 
ten. Der 31-Jährige beteuerte, er sei 
unschuldig, da er bekanntlicher- 
weise psychisch sehr labil und auf 
Medikamente angewiesen sei. Zu- 
dem gab er an, von seinen Erinne- 
rungen an die Kriegszeit im Irak 
traumatisiert zu sein. Damals sei 
er des Öfteren mit dem Tod kon- 
frontiert worden. 
Der Hintergrund des angeklagten 
Mannes trug letzten Endes zu ei- 
ner Milderung der Strafe bei. Das 
Landgericht sprach den Mann we- 
gen Nötigung schuldig und verur- 
teilte ihn zu einer bedingten Geld- 
strafe von von 7200 Franken. Al- 
lerdings gilt für die Geldstrafe eine 
Probezeit von drei Jahren. Begeht 
der Angeklagte in dieser Zeit keine 
weitere Straftat, muss dieser den 
Betrag nicht bezahlen. Aufgrund 
der finanziellen Lage des 31-Jähri- 
gen muss er gemäss Richter auch 
die Gerichtskosten von 500 Fran- 
ken nicht selbst tragen. Das Urteil 
ist noch nicht rechtskräftig. (mw) 
Morddrohungen 
gegen eigene Ehefrau 
Es 
sei laut seinen eigenen Aus- 
sagen nicht das erste Mal, 
dass er und seine Frau vor- 
übergehend getrennt leben. Doch 
ein Vorfall im Januar 2018 hat die 
Situation sicherlich nicht verbes- 
sert: Während eines Streits habe 
der heute 60-jährige Angeklagte 
gedroht, seine Frau umzubringen: 
«Wenn du mir die Flasche nicht so- 
fort wiedergibst, werde ich dich 
niederstechen.» Seine Frau habe 
ihm gehorcht und sei daraufhin in 
ein anderes Zimmer gegangen. 
Dies sollte allerdings nicht die letz- 
te Drohung des italienischen 
Staatsbürgers bleiben. Im März 
dieses Jahres sei es – ebenfalls 
während eines Streits – zu einer 
ähnlichen Situation gekommen. 
Der Angeklagte habe offenbar da- 
mit gedroht, seiner Frau einen 
«Schuss in den Grind» zu verpas- 
sen, sodass endlich «fertig ist». 
Vor dem Landgericht stritt der im 
Unterland wohnhafte Mann diese 
Anschuldigungen allerdings ab. Zu- 
mindest seien diese nur teilweise 
korrekt. In der Hitze des Gefechts 
sei es eben ungewollt zu solchen 
Äusserungen gekommen. Trotz- 
dem übernahm der Angeklagte im 
Einvernehmen mit dem Landge- 
richt die volle Verantwortung und 
war damit einverstanden, sowohl 
für die Geldstrafe von 1000 Fran- 
ken als auch die Gerichtskosten 
von 300 Franken aufzukommen 
(sogenannte Diversionskosten). 
Diesen Betrag schlug der Richter 
vor, da die finanziellen Mittel des 
Angeklagten begrenzt sind, da er 
schon seit mehr als 15 Jahren von 
der Invalidenrente lebe. Aufgrund 
der Entscheidung des 60-Jährigen 
gilt das Strafverfahren als einge- 
stellt. Seine Frau, die als Zeugin 
vor dem Gerichtssaal warten muss- 
te, kam daher nicht mehr zu ihrer 
Aussage. (mw) 
(Archivfoto: Paul Trummer) 
Gewaltiger Umweg 
ins Vaduzer Gefängnis 
Das 
gab immerhin auch der 
Angeklagte vor Gericht zu: Es 
war nicht die erste Auseinan- 
dersetzung. Schon mehrmals muss- 
te die Polizei wegen häuslicher Ge- 
walt zu seinem Wohnort in Buchs 
ausrücken. Am 16. Oktober eskalier- 
te es während einer Autofahrt von 
Zürich nach Buchs erneut, als er eine 
SMS von einer anderen Frau erhielt. 
Seine Frau sei dann ganz «verrückt» 
geworden. Der 29-Jährige soll sie 
dann mehrmals geschlagen und ihr 
sogar mit dem Tod gedroht haben – 
und dafür einen Umweg über Liech- 
tenstein genommen haben. Das wie- 
derum bestritt der Angeklagte, er 
liebe seine Frau und «mittlerweile 
sind wir wieder gut». Die Ermittlun- 
gen sprechen eine andere Sprache: 
Die Polizei stellte mehrere alte wie 
neue Verletzungen am Körper der 
Frau fest. Zumindest seine Drohung 
konnte der Mann nicht wahrma- 
chen: In der Nähe des Rheinpark-Sta- 
dions konnte sich die junge Frau aus 
dem Auto befreien. Ein nachkom- 
mender Autofahrer beobachtete den 
Vorfall aus einigen Metern Entfer- 
nung. Als Zeuge schilderte er, wie 
«irreal» ihm die Situation vorgekom- 
men sei. Er half der aufgelösten 
Frau und brachte sie auf deren Bit- 
ten zur Polizei. Der Buchser wurde 
verhaftet und befindet sich seither 
in Untersuchungshaft in Vaduz. Dort 
wird er zumindest noch ein paar Ta- 
ge bleiben: Das Gericht sprach ihn 
gestern wegen Körperverletzung 
und der gefährlichen Drohung für 
schuldig und verurteilte den Mann 
zu sieben Monaten Freiheitsstrafe – 
zwei davon unbedingt. «Ich glaube 
Ihnen nicht», begründete der Rich- 
ter. Die Verletzungen sprächen für 
sich. Die Schilderungen der Frau bei 
der Landespolizei seien glaubwür- 
dig – auch wenn sie gestern vor Ge- 
richt plötzlich ihre Privatbeteiligung 
zurückzog und keine Aussage ma- 
chen wollte. Was sie wirklich beweg- 
te, war schwer zu sagen: Die gebür- 
tige Afghanerin sprach kaum 
Deutsch, ein Dolmetscher war nicht 
vor Ort. Ausgestanden ist die Sache 
ohnehin noch nicht: Der Verteidiger 
meldete Berufung an. (df)
	        

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