Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2019)

FREITAG 
15. NOVEMBER 
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U21 verpasst Punktgewinn ganz knapp 
Fussball Liechtensteins U21-Nachwuchsfussballer knüpfen auch im letzten Pflichtspiel des Jahres an die guten Leistungen in den bisherigen EM-Qualipar- 
tien an. Gegen Aserbaidschan, das man Anfang Juni noch besiegte, gab es trotz einer starken Mannschaftsleistung eine äusserst knappe 0:1-Niederlage. 
Gerade 
in der Anfangspha- 
se der Partie begegneten 
sich Liechtenstein und 
Aserbaidschan, die beiden 
letztplatzierten Teams in der Grup- 
pe 2, auf Augenhöhe. Nach einem an- 
fänglichen Abtasten kreierten beide 
Teams nach und nach die ersten Of- 
fensivaktionen. Netzer etwa fehlten 
bei einem schnellen Konter nur Zen- 
timeter, als er sich in guter Position 
im Strafraum befand. Obwohl die 
Gastgeber mehr Torabschlüsse ver- 
zeichnen konnten, schaff ten es die 
Liechtensteiner, die Defensive durch 
Angriff sfussball zu entlasten. Auch 
deshalb gingen die beiden Equipen 
mit einem leistungsgerechten 0:0 in 
die Halbzeit. 
Nicht aufgegeben 
Nach Wiederbeginn hatten die 
Hausherren zunächst mehr vom 
Spiel. Doch die Liechtensteiner Ab- 
wehrreihe stand kompakt und konn- 
te die Angriffe gut abwehren. Auch 
immer wieder am richtigen Ort zur 
Stelle war Goalie Armando Majer, 
der unter anderem Schüsse von Na- 
biyev, Buludov oder Oksuz ent- 
schärfte. Machtlos war er dann al- 
lerdings beim Gegentreffer in der 
65. Minute. Nach einem Freistoss 
von der rechten Seite setzte sich an 
der Fünfmeterlinie Ekinjier durch 
und traf zur Führung für das Heim- 
team. Der eingewechselte Niklas 
Beck hatte in der Schlussphase dann 
die Möglichkeit auf den Ausgleich. 
Nach einem langen Ball aus der Ab- 
wehr stand der FL-Angreifer plötz- 
lich alleine an der Strafraumgrenze 
– sein Schuss ging aber knapp am 
langen Pfosten ins Toraus. In der 
Schlussphase konnte die LFV-Aus- 
wahl nicht mehr nachsetzen und 
musste sich auswärts in Sumgayit 
knapp geschlagen geben. 
«Ich bin sehr stolz» 
Aufgrund der guten Leistung zeigte 
sich auch Trainer Martin Stocklasa 
sehr zufrieden: «Mannschaftlich ge- 
sehen war es heute eine super Leis- 
tung von uns. Da wir versucht ha- 
ben, gut mitzuspielen, haben sich 
kleinere Fehler eingeschlichen, aber 
das ist aus meiner Sicht gut zu ver- 
kraften. Dass auf Aserbaidschan sehr 
viel Druck lag, hat man an der Tatsa- 
che gesehen, dass sie in der Halbzeit 
von den Zuschauern ausgepfiffen 
wurden. Schön wäre gewesen, wenn 
uns der Lucky Punch kurz vor dem 
Ende gelungen wäre. Klar sind unse- 
re Spieler nach der knappen Nieder- 
lage jetzt niedergeschlagen, aber ich 
bin sehr stolz, was das Team heute 
gezeigt hat.»   (red/pd) 
Liechtenstein legte den Fokus auf die Defensive, konnte aber auch off ensiv immer wieder überzeugen. (Foto: LFV/F. Salimov) 
U21-NATIONALTEAM 
EM-Qualifi kation 
Heute spielen 
Aserbaidschan – Liechtenstein 1:0 (0:0) 
Die weiteren Spiele 
Frankreich – Georgien Fr, 21.00 
Slowakei – Georgien Mo, 18.00 
Schweiz – Frankreich Di, 19.00 
Die Tabelle 
1. Schweiz 3 8:1 9 
2. Frankreich 2 10:3 6 
3. Georgien 3 8:2 6 
4. Aserbaidschan 6 3:11 6 
5. Slowakei 3 8:9 3 
6. Liechtenstein 5 3:14 3 
Telegram 
Aserbaidschan – Liechtenstein 1:0 (0:0) 
Kapital Bank Arena, Sumgayit. – SR: Lou- 
kas Sotiriou (CYP). 
Tore: 65. Ekinjier 1:0, 
Aserbaidschan: Ibrahimov; Seylighli, Man- 
afov, Tamzov, Buludov; Hajiyev, Seyidov; 
Ibrahimli (92. Muradov); Ekinjier (82. Kök- 
cü), Oksuz (67. Ahmadov), Nabiyev (82. 
Jafarguliyev). 
Liechtenstein: A. Majer; Mikus, Grünenfel- 
der, Unterrainer (82. Schreiber), Spirig (74. 
N. Graber); Netzer (56. L. Graber), From- 
melt, Lüchinger, Frick; Caglar (Beck), Vogt 
(74. Marxer). 
Gelbe Karten: 42. Seyidov, 45. Hajiyev, 63. 
Beck, 86. Frommelt. 
Uli Hoeness geht durch 
das grosse Bayern-Tor 
Fussball Am Freitagabend 
zieht sich Uli Hoeness bei 
Bayern München zurück – zu- 
mindest von seinen Ämtern. 
Der 67-Jährige hinterlässt 
einen finanziell und sport- 
lich ausserordentlich erfolg- 
reichen Klub, den er entschei- 
dend geformt hat. 
Uli Hoeness wollte Bayern München 
immer «durchs grosse Tor» verlas- 
sen. Und diesen Wunsch erfüllt ihm 
sein Verein. Der Klub hat die Münch- 
ner Olympiahalle gemietet, um den 
67-Jährigen nach 40 Jahren als Ma- 
nager und Präsident auf grosser 
Bühne zu verabschieden. Tausende 
Mitglieder werden bei der emotiona- 
len Generalversammlung erwartet. 
Auf die Abschiedsrede von Hoeness 
warten alle gespannt. Wie üblich 
will er sie – nach unruhigen Nächten 
davor – in freier Rede vortragen. 
«Am Freitagmorgen weiss ich, was 
ich sage.» So, wie Hoeness den Satz 
vor einer Woche «total euphorisiert» 
vom 4:0 gegen Borussia Dortmund 
aussprach, ist Wortgewaltiges zu er- 
warten. Denn Uli Hoeness war und 
ist ein Bauchmensch – und damit un- 
berechenbar. Ein kurzes Resümee 
seines Schaffens gab er vorab. «Ich 
habe diesen Job wahnsinnig gerne 
gemacht. Ich habe mich immer rein- 
gehängt und alles gegeben. Und ich 
glaube, das Ergebnis ist nicht so 
schlecht.» 
Nachfolge geregelt 
Zwei grosse Fragen 
stellen sich. Wie wird 
es Bayern München 
ohne Hoeness erge- 
hen? Und wie Hoe- 
ness ohne sein Le- 
benswerk? «Über 
meine Zukunft werde 
ich am Samstag nach- 
denken, wenn ich am 
Tegernsee aufwache», 
entgegnete Hoe- 
ness. Er hat 
noch keine Antwort auf die «Und- 
nun-Frage». Und der FC Bayern? Der 
deutsche Rekordmeister hat schon 
mal eine kurze Zeitspanne ohne den 
polarisierenden Frontmann erpro- 
ben müssen, als Hoeness von Juni 
2014 bis Februar 2016 eine Gefäng- 
nisstrafe wegen Steuerhinterzie- 
hung absass und dafür seine Ämter 
niedergelegt hatte. 
Hoeness bleibt Verwaltungsrat 
So ganz wird Hoeness auch jetzt 
nicht gehen, auch wenn er in den 
vergangenen, kraftraubenden Mo- 
naten die Weichen für die Zukunft 
von Bayern München ganz nach sei- 
nem Willen und seinen Vorstellun- 
gen gestellt hat. Seinen Freund Her- 
bert Hainer, den 65-jährigen ehema- 
ligen Adidas-Chef, hat er zu seinem 
Nachfolger erkoren. Der ehemalige 
Captain Oliver Kahn wird Anfang Ja- 
nuar in den Vorstand einziehen und 
Ende 2021 Karl-Heinz Rummenigge 
als Chef ablösen. Als finale Persona- 
lie drückte er noch die Beförderung 
von Hasan Salihamidzic vom Sport- 
direktor zum Sportvorstand durch. 
Sein Mandat im Verwaltungsrat will 
Hoeness bis November 2023 weiter 
wahrnehmen, wenn auch nicht 
mehr als Präsident. «Der ist noch da, 
keine Sorge», antwortete Rumme- 
nigge auf die Frage, ob er Hoeness 
an seiner Seite vermissen werde, 
und zwar nicht nur bei Spielen in 
der Allianz Arena. Der scheidende 
Präsident wird sein Büro an der Sä- 
bener Strasse an Hainer übergeben. 
Und Siege will er mit dem Fan-Schal 
am Hals künftig auf einem an- 
deren Sitzplatz der Arena be- 
jubeln. Aber den Verein will 
er öffentlich auch als Präsi- 
dent a.D. «wie eine Glucke 
bewachen».   (sda) 
40 Jahre lang drehte sich 
bei Hoeness alles um den 
FC Bayern. (Foto: RM) 
Fussball 
Ibrahimovic verlässt 
Los Angeles Galaxy 
LOS ANGELES Zlatan Ibrahimovic ver- 
lässt die Los Angeles Galaxy nach 
zwei Saisons. Der 38-jährige Schwe- 
de erzielte nach seinem Wechsel von 
Manchester United in die nordame- 
rikanische Major League Soccer im 
März 2018 in 52 Spielen 56 Tore. Al- 
lerdings gewann die Mannschaft mit 
Ibrahimovic nur ein Play-off-Spiel. 
Auch den Titel des wertvollsten 
Spielers ging in dieser Saison nicht 
an Ibrahimovic, sondern an den Me- 
xikaner Carlos Vela vom Stadtriva- 
len Los Angeles FC. Über die Zu- 
kunftspläne von Ibrahimovic ist 
noch nichts bekannt. Derzeit wird 
der Ausnahmestürmer vor allem mit 
italienischen Klubs in Verbindung 
gebracht. Napoli und Bologna haben 
Interesse signalisiert.   (sda) 
Wo es für «Ibra» nun hingehen soll, ist 
noch nicht bekannt. (Foto: RM) 
Thierry Henry 
Trainer in Montreal 
MONTREAL Thierry Henry (42) setzt 
seine Trainer-Karriere in Nordame- 
rika fort. Der frühere Weltklasse- 
Stürmer, der 1998 mit Frankreich 
Welt- und 2000 Europameister wur- 
de, wird in der Major League Soccer 
Coach von Montreal Impact. Henry 
hat bei den Nordamerikanern einen 
Zweijahresvertrag unterzeichnet. 
Bei seinem Einstieg als Cheftrainer 
war Henry vorzeitig gescheitert. Im 
Januar wurde er bei der AS Monaco 
entlassen. In Nordamerika war Hen- 
ry schon als Aktiver tätig. Von 2010 
bis 2014 spielte er für die New York 
Red Bulls.   (sda) 
Fussball Vaduz mit 3:3 gegen Zürich 
ZÜRICH Um nach den zuletzt guten Resultaten in der Challenge League im 
Rhythmus zu bleiben, nutzte der FC Vaduz die anstehende Länderspielpause 
für ein Testspiel. Im Sportzentrum Herrenschürli traf die Elf von Trainer Mario 
Frick auf den derzeitigen Tabellenvierten der Super League, den FC Zürich. Und 
wie schon in den vergangenen Meisterschaftsspielen fi elen wieder etliche Tore. 
Dominik Schwizer (Foto) und Manuel Sutter brachten Vaduz mit einem Doppel- 
schlag (23./26.) mit 2:0 in Führung. Zürich konnte durch Kramer und Koide aber 
noch vor der Halbzeit ausgleichen (28./38.). Nach dem Seitenwechsel waren 
es dann erneut die Gäste aus Liechtenstein, die jubeln konnten. Abwehrspieler 
Denis Simani stieg am höchsten und köpfte zur erneuten Führung ein (54.). Doch 
wie schon in Durchgang eins, währte die Freude bei der Frick-Elf nicht lange. 
Sulejmani war nach etwas mehr als einer Stunde zur Stelle und markierte nach 
einer Ecke den Treff er zum 3:3-Endstand. (mm/Foto: Michael Zanghellini) 
Fussball/Soziales 
FC Vaduz bei «Weihnachten 
im Schuhkarton» dabei 
VADUZ Der FC Vaduz nimmt in die- 
sem Jahr an der Aktion «Weihnach- 
ten im Schuhkarton» teil. Dabei ha- 
ben das Geschäftsstellenteam, die 
Spieler, Trainer und Betreuer der 1. 
Mannschaft insgesamt 33 Schuhkar- 
tons mit ganz viel Liebe gepackt. Ne- 
ben der individuellen Bestückung 
der Kartons wurden diese durch ei- 
nen Fanartikel sowie ein Trikot des 
FCV ergänzt. Mitarbeitenden des 
Heilpädagogischen Zentrums in 
Schaan haben die Kartons zudem in 
aufwendiger Handarbeit mit dem 
FCV-Logo sehenswert verziert. 
Gestern konnten die Pakete an 
Pfarrer Stefan Lanz der Freien 
Evangelischen Gemeinde (FEG) 
Schaan übergeben werden. Ende 
November werden die Geschenke 
nach Rumänien gefahren, um dort 
an Weihnachten an hilfsbedürftige 
Kinder verteilt zu werden. Pfarrer 
Stefan Lanz konnte sich selbst ein 
Bild von der Situation in Rumänien 
machen. «Viele Kinder wachsen oh- 
ne Eltern auf, da diese in Rumänien 
keine Arbeit finden und deshalb im 
Ausland wohnen müssen.» Weiter 
führt er aus: ‹Weihnachten im 
Schuhkarton› ist in den vergange- 
nen Jahren zu einer Herzensangele- 
genheit geworden. Es freut mich 
sehr, dass der FC Vaduz sich so 
grosszügig an dieser Aktion betei- 
ligt hat.» (red/pd)
	        

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